Donnerstag, 30. April 2009

Beltane

Titel: Beltane, (Walpurgis)
Datum: Donnerstag, 30. April 2009, Ganztägig.
Bemerkungen: Die Nacht der wilden Jagd.

Nun bin ich zwar Asatrue, dennoch will auch das Beltain gewürdigt sein. Und da ich ja bekanntermaßen Rabenschlau bin, hier ein bissel watt neunmalkluges über das Beltane-Walpurgis-Hexensabbat Fest. Also lest und lernt:

Walpurgisnacht: Über die Geschichte des Hexensabbat.
Am 30.April findet auf dem Blocksberg der sogenannte Hexensabbat statt. Das Feuer lodert, der Wind weht. Pferdeschädel und Kuhhörner werden zu Musikinstrumenten. Hierzu tanzen Hexen im wilden Reigen. Thomas Becker, Historiker an der Universität Bonn, glaubt, dass "wir den Mythos der Walpurgisnacht Johann Wolfgang von Goethe zu verdanken" haben. Allerdings - der deutsche Dichter hatte Vorbilder.
Der Name des Walpurgis Festes geht zurück auf eine der ersten christlichen Missionarinnen im damals noch heidnischen Land. Walburga war die Nichte des Bonifazius. Sie kam aus England und versuchte nun, den Germanen das Christentum näher zu bringen. Noch heute besinnt sich die katholische Kirche ihres Todestages im Jahr 779. Der 25.02. gilt als Walburgas Namenstag, und der 1.Mai wurde später zum Feiertag der Benediktinerin. Denn gut hundert Jahre nach ihrem Tod erschien, so eine sage, ihr Geist dem Bischof Otgar von Eichstätt. Sie beklagte sich angeblich über die schlechte Lage ihres Grabes, und der Bischof ließ sie darauf hin umbetten. Dabei wurde Walburga auch gleich heilig gesprochen. Diese Heiligsprechung am 1.Mai gab dem Fest den Namen "Walpurgisnacht."
Aber wie kommt eine heilige zu einem rauschenden und sündigen Hexenfest?
Recht verbreitet ist die Theorie, am 1.Mai werde ein keltisches Fruchtbarkeitsfest gefeiert: "Beltane". Zu Ehren des Gottes Bel wurde in heidnischer Zeit ein Feuer entfacht, getanzt, gelacht und geliebt. Im alten Irland, so steht es in den Sagen, war Beltane die Nacht, in der sich der König des Landes mit der großen Mutter Natur sexuell verbinden sollte, um so seine Herrschaft zu legitimieren. "Das lässt sich allerdings nicht nachweisen", sagt der Historiker Becker.
Jenes Bild der "Hänsel und Gretel Hexe", die sich auf dem Besen zum liederlichen Liebessymposion begibt, entstehe erst in der ersten Hälfte des 15.Jahrhunderts, erläutert Thomas Becker. Und, so betont er, war diese hexe keine Zauberin, sondern ein Mensch, der sich von Gott abgewandt hatte und einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sei.
Der Ort der Hexenversammlung wird erst 1669 populär. Der Leipziger Johann Prätorius, kaiserlicher Poet, schreibt in diesem Jahr sein Werk "Blockes Berges Verrichtung", mit dem Untertitel: "Unholden in ganz Teutschland". Neben dem Blocksberg - Damit meint er den Brocken im Harz - nennt der Dichter auch den Rheinstein und die Baumannshöhle im Harz als Treffpunkte für Hexen.
Letztendlich war es dann Goethe, der das aktuelle Bild über Hexen in unsere Gesellschaft prägte. Im Faust verewigt der Dichter die Walpurgisnacht als die große Jahresversammlung: "Die Hexen zu dem Brocken ziehn, die die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün. Dort sammelt sich der große Hauf, Herr Urian sitzt oben drauf".

Beltane: Luft mein Atem - Wasser mein Blut - Feuer mein Geist - Und Erde mein Körper.
( Die Nacht auf den ersten Mai ) ist das Fest des wiedererwachten Frühlings, an dem Sonne und Erde eine Verbindung eingehen, im ewig wiederkehrenden Kreislauf der Natur von Geburt, Leben und Vergehen. Das Beltane wurde in den verschiedenen Kulturkreisen unterschiedlich gedeutet und begannen. In den meisten Fällen hatte der Fruchtbarkeitskult eine bedeutende Stellung.

Allen ein Frohes Beltane Fest.

Samstag, 18. April 2009

20.April

Adolf Hitler, Geb. 20.April 1889,
Die neue ARD-Mammutserie "Eine für alle - Frauen können's besser", Geb. 20.April 2009.

Eine Serie in bester Tradition. Wie sich Geschichte doch Wiederholen kann!
In den letzten Tagen fällt die Radiowerbung durch besonders männerfeindliche Sprüche auf:
"90% der Bankmenschen die Krise verursacht haben sind Männer. Und diese Versager..."
"195% aller Autounfälle werden von Männern verursacht. Und diese lebenden Verkehrshindernisse.
"Über 1/4 aller Männer gehen fremd. Und diese herumirrenden Gockel..."

All das zum Anködern an eine Soap "Frauen könnens besser" mit bisher 200 gedrehten Folgen, die am Freitag startet, in der ein altes Männer-Unternehmen von Männer-Heuschrecken bedroht und durch Frauen -wen sonst- gerettet wird. Da weiß man endlich, wofür man GEZ-Gebühren bezahlen soll, für sexistische Beleidigungen.

Für die Damen und Herren die genug Menschlichkeit in sich tragen, können hier eine PDF Datei runterladen. Ausfüllen und Abschicken. Eine Briefmarke für einen guten Zweck.

Ein wesentlicher Bestandteil einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist, das Leid anderer Menschen nicht wahrnehmen und gelten lassen zu können, ja sich dazu noch darüber lustig zu machen. Diese krankhafte Ich-Bezogenheit und damit verbunden die Unfähigkeit, anderer Leute Leid/Probleme/Anliegen wahrnehmen zu können. Und genau das, dieses völlig gestörte Sozialverhalten, welches in solchen Serien und in der Werbung zum Ausdruck kommt, ist das Problem.
Schlimm ist auch, was diese allgegenwärtige Männerverachtung in so gut wie allen Vorabendserien mittlerweile in den Seelen der Jungen anrichtet. Die fühlen sich längst nicht mehr wertgeschätzt, und das äußert sich darin, dass sie die Schule schmeißen, gewalttätig werden oder in die Sucht abrutschen. Durch solche Serien - und ihre ebenso hintergründige wie hinterhältige Aussagen bekommen sie's ins Stammbuch geschrieben: Du bist ein Mann. Du bist nichts wert. Männer und Frauen, die diese allgegenwärtige Geschlechts-Apartheid immer noch nicht wahrnehmen und immer noch glauben, das sei Kikifatz, deuten die Zeichen der Zeit falsch.

Ich meine die Frauen müssten langsam mal anfangen, uns Männern in der Gesellschaft zu helfen. (hier z.B.) Wir können es Angesichts des medialen Hass-Trommelfeuers nicht mehr selber. Wo Du hinschaust: ob es die Zeit ist, die Süddeutsche, Faz, Frau TV unsw. - egal: Männer werden zu Dorftrotteln abqualifizert - und damit eine ganz Generation von nachwachsenden Jungen ebenfalls.

Man kann das vergleichen mit der Judenfeindlichkeit des Christentum, christliche Führer haben zwar nie zur Hetze oder Ermordung der Juden aufgerufen, haben aber ein Klima der Ablehnung geschaffen, das für andere Menschen solche Taten erst möglich gemacht habe. In vergleichbarer Weise gibt es heute Menschen, die die Verachtung gegen Männer schüre, und Frauen, die daraufhin tatsächlich zu Menschenverachtung oder Gewalt gegen Männer greifen. Besonders schlimm dabei ist der Versuch, diese Form der Menschenverachtung zu Verharmlosen bzw. als Spass hinzustellen.
Misandrie durchdringt unsere Kultur mittlerweile derart, dass die meisten sie kaum wahrnehmen.
Dieser Sexismus gegen Männer wird von der breiteren Öffentlichkeit völlig ignoriert.

Die Autorin Doris Lessing kritisierte in der britischen Zeitung „Guardian" eine denkfaule und heimtückische Kultur, die sich im Feminismus breit gemacht habe und darauf hinauslaufe, auf Männer einzudreschen: „Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren, und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun."

Ich kenne übrigens genügend Frauen, die mir hinter vorgehaltener Hand bescheinigen: “Möchte heutzutage nicht in eurer Haut stecken!” Die wissen ganz genau, was hier mit Männern gemacht wird: nämlich ihnen das Fell über die Ohren gezogen. Hinzu gesellt sich die spezifische Blindheit für die schätzenswerten Eigenschaften anderer Menschen. “Wie nur jedes verzogene Kind treten sie auf Schwache ein und sinken vor sich selbst bewundernd in die Knie.” Diese feschen Selfmade-Frauen fallen auch nur noch auf sich selbst herein, ein verschleierter Hilferuf: “Bitte nimm mich ernst, ich selber schaffe es nicht mehr!”

Ich für meinen Teil setze die ARD erstmal als meine neue Nr.1 auf meine Hassliste. Und meiner Freundin (ex) sage ich Tschüss, denn sie fand das ganz auch noch lustig - ich soll mich doch nicht so anstellen-, da werde ich doch lieber zu einem herumirrenden Gockel, oder?

Hymnus Blog

Ich habe nachgedacht und bin zu der Erkenntnis gekommen, das wenn ich meine persönliche Hymne habe, es für diesen Blog selbiges geben müsste.
Und es gibt sie.




Freitag, 17. April 2009

Lesen und Hören

Asatrue - Kalender:
Titel: Sommeranfang
Datum: Dienstag, 14. April 2009. Ganztägig
Wiederholung: Dieses Ereignis wiederholt sich jedes Jahr.
Bemerkungen:
Nach dem norwegischen Runenkalender beginnt heute das Sommerhalbjahr. Im Volksglauben war das Wetter an diesem Tag maßgeblich für den Verlauf des Sommers.

Pünktlich zum Wochenende wird das Wetter schei...e, wir kennen das schon. Also mal wieder Zeit ein Buch in die Hand zu nehmen. (Und natürlich auch zu lesen) Wie sagt doch ein Zitat:
"Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und Lese." Von Groucho Marx
Und weil und da der Schatten_Rabe es mit den Narren hat, empfehlt er Euch heuer "Die Narrenfibel" von Alexander Rossa.
Die geheimnisvolle Welt der weisen Narren, ein kleines Buch über die bedeutenden Geheimnisse des Lebens!
Die Philosophie des Narren öffnet auf eine sehr ungewöhnliche Art, die Sicht auf die drei Pfade des Narren, die jeder Interessierte nur selbst erkunden kann, um seine Einweihung zu erfahren. Dabei spielt der Umgang mit dem individuellen Erleiden der Welt eine Schlüsselrolle, die selbst vom Christentum erkannt wurde. Beschleunigung der Evolution durch ein richtiges Leidensverhalten, eine Erkenntnis, über die schon Goethe, Einstein und Khalil Gibran berichteten.
So wird die Narrenfibel Möglichkeiten aufzeigen, die Welt erweitert wahrzunehmen. Sie wird aber auch Wege in die Spritualität öffnen und eine erweitere Sichtweise auf einen Bereich anbieten, der jenseits jener Welt liegt, die wir mit unseren primären Sinnesorganen wahrnehmen können. Nahtoderlebnisse, paranormale Phänomene und übersinnliche Fähigkeiten erhalten mit der Philosophie des Narren endlich einen Sinn. Die Begrenztheit des allgemeinen Denkens der westlichen Gesellschaften, das durch die Angst vor der Endlichkeit geprägt ist, wird zu einem erschreckendem Erlebnis für den Eingeweihten, und realistisches Wissen wird den unrealistischen Glauben ersetzen.

"Gute Musik verdient es, dass man sich mit ihr auseinandersetzt.
von purer Berieselung halte ich nichts."
Von George Tsalikis
Wer nicht lesen kann, muß hören. In bin diese Woche losgezogen und habe mir die neue CD von Nachtgeschrei "Am Rande Der Welt" zugelegt. Das zweite Album der Band und echt hörenswert.
Und weil Subway to Sally auch ein neues Album draußen hat, habe ich das auch gleich mitgenommen.
Besonders Fett finde ich das Lied "Niemals". Wenn ich richtig informiert bin, will die Band nach diesem Album und der gerade stattfindenden Tour eine längere Pause einlegen. Schade eigentlich, aber Verständlich. Trotzdem, Subway muß ich unbedingt mal Live erleben.
Aller guten Dinge sind drei.

Der_W, ehemaliger Bassist der "böhsen onkelz", mit seinem ersten Solo Album. Ohne Worte - einfach Genial. Dafür war ich dann mal eben über 50 Euros los, aber ich meine das hat sich gelohnt. Und man gönnt sich ja sonst nichts.

Und damit wünsche ich allen ein schönes Wochenende und zum Abschluss noch ein passendes Zitat: "Leider werden Chart - Platzierungen als Argument für die Qualität eines Albums
fehlinterpretiert: Was sich an der Spitze der Charts tummelt, muss gut sein, und deswegen
sollte sich das der Konsument sofort kaufen. Dies kommt aber der Pervertierung
der Grundidee des Musizierens gleich: Musik sind in Noten gefasste Emotionen.
Und die sollten möglichst natürlich bleiben. Wer aber immer mit der Mode geht,
beugt sich dem Manipulationsdruck anderer und verleugnet sich selbst."
Von Candice/Blackmoresnight

Mittwoch, 15. April 2009

Persönliches x3

Erstens:
OsterSonntag auf Schloß Burg. Es war zwar nur ein spontaner Kurzbesuch um das schöne Wetter auszunutzen, trotzdem betrachte ich das ganze als meinen persönlichen Auftakt zur Mittelaltermarkt Saison.

Schloß Burg
Zweitens:
Gestern Dienstag 14.04.09. Ich war gerade 10min. von meiner ZwangsSelbstverwirklichung zu Hause, als es an der Türe klingelte. Ein mann und eine Frau von der Johanniter Unfallhilfe standen davor. Ich weiß nicht was die genau wollten, da das Gespräch sehr schnell in eine für die beiden wohl unerwartete Richtung gelangt ist. Auf meiner Nachfrage hin wurde erklärt, das Anwesende junge Dame freiwillig Dienst tut. Auf meiner Erwiderung das ich zwangsweise zur Bundeswehr musste und das Geschlechtsrassismus wohl sei, erntete ich herrlich verdutzte Gesichter, und besagte junge Dame hatten sich richtig erschrocken. Und damit war dann das Gespräch auch beendet.
Bei den Göttern hat das gut getan, mal ein bisschen Frust abzulassen.
Normalerweise hätten Menschen wie jene junge Dame meinen Respekt für das was Sie machen. Aber leider sind das keine normalen Zeiten, und in dem ganzen scheiß Geschlechterkrieg hat es schon zu viele menschliche Tragödien gegeben, so das man nicht länger tatenlos zusehen kann.
Desweiteren muss heutzutage leider die Motivation für solches tun kritisch hinterfragt werden, ob es denn auch wirklich aus Überzeugung gemacht wird, und nicht aus einer Selbstverwirklichung,- Ich bin Toll,- sich selbst einen Heiligenschein aufsetzen,- Cool sein Mentalität.
Drittens:
Seit heute ist für mich eigentlich klar, das mein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird. Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb laufe ich schon den ganzen Tag mit einem Grinsen auf den Bäckchen durch die Gegend.
Da bleibt für mich zum Abschluss nur noch folgendes zu sagen:
Lasst es mich tun - lasst mich das Land verderben - lasst mich die Kugeln spüren - Lasst mich in Freiheit sterben!

Sonntag, 12. April 2009

Rabenschlau

Liebe Leut so lasst Euch sagen, es wird Zeit mal etwas mit den Raben zu prahlen.

INTELLIGENZBESTIEN:
Raben rodeln, reiten, spionieren - und verblüffen Forscher mit ihrem Grips. An Wölfen, Adlern und Bären haben die klugen Tiere ihren Verstand geschärft.

Diese Raben! Ihr neuester Freizeitspaß: Wildschweinrodeo. Die Biologe Mareike Stöwe beschwört, sie sehe öfter Raben, wie sie auf dem Rücken leicht genervter Wildschweine durchs Gehege traben.
"Raben machen gern Eindruck", sagt Stöwe. Stets sind die Vögel auf verwegene Kunststücke aus, die ihresgleichen verblüffen könnten. Auch sehr beliebt: kopfüber an einem Ast schaukeln.
Rabenforscher haben immer was zu lachen. An der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle im österreichischen Grünau, wo Stöwe arbeitet, halten sie einige Kolkraben seit Jahren in geräumigen Volieren. Der Spieltrieb dieser Vögel ist enorm. Im Winter kugeln sie verschneite Hänge hinab. Besonders Mutige packen ein Schwein am Schwanz und lassen sich wie von einem Schlepplift rücklings durch den Schnee ziehen.
Ihre Fertigkeiten im Täuschen und Tricksen etwa sind erst in den Grundzügen erforscht. Raben sind durchtrieben genug, Scheinverstecke anzulegen, um diebische Artgenossen von ihren wahren Futterhorten abzulenken. Gegen Mitesser lassen sie sich überhaupt eine Menge einfallen. Aber was ist von Berichten zu halten, wonach Raben sich neben einem verlockenden Kadaver wie tot auf den Boden legen, um eine Lebensmittelvergiftung zu simulieren?
Stöwes Kollege Thomas Bugnyar mag das nicht glauben: "Viele Tiere stellen sich tot, wenn sie unter Stress geraten", sagt er. "Aber bei Raben denkt man immer gleich an Absicht." Umso gründlicher hat Bugnyar in den vergangenen Jahren, teils zusammen mit dem US-Kolkrabenforscher Bernd Heinrich, zahlreiche Schlaumeier examiniert. Und siehe da, die Spezies Corvus corax versteht auch im strengen Laborversuch zu erstaunen.

Eine der kniffligsten Prüfungen geht so: Der Rabe sitzt auf einer Stange. Senkrecht unter ihm, unerreichbar, hängt an einer langen Schnur ein Stück Fleisch. Wie wäre das vielleicht doch zu ergattern? Es gibt nur eine Lösung. Der Rabe muss mit dem Schnabel die Schnur ein wenig hochziehen, sorgsam zu einer Schlaufe legen und ein Bein darauf setzen; sodann muss er nachfassen, ein weiteres Stück Schnur emporziehen, und so fort. Macht er alles richtig, kommt die Beute allmählich nach oben geruckelt.
Zu viel der Knobelei für ein Federvieh? Die besten Prüflinge sahen sich die Rätselaufgabe in Ruhe an, dann zurrten sie das Fleisch hoch. Sie machten es auf Anhieb richtig. Es scheint, als hätten sie das Problem im Geiste durchgespielt, ehe sie sich ans Werk machten.
Das innere Vorausbedenken und Erwägen von Handlungen jedoch ist eine ziemlich
hohe Stufe der Intelligenz. Nicht einmal Primaten fällt das immer leicht.
Um Irrtümer auszuschließen, machten die Forscher einen zweiten Versuch: Kaum hatten die Raben ihre Beute gekrallt, wurden sie von der Stange gescheucht. Dumme Vögel hätten das Fleisch jetzt nicht mehr losgelassen, obwohl es noch festgebunden war. Die meisten Raben aber ließen es getrost fallen - offenkundig im Wissen, es werde ja nicht verloren sein. Gewissheit erbrachte den Forschern die Gegenprobe: Sobald sie das andere Schnurende von der Stange lösten, flogen die Probanden mit Fleisch samt Schnur davon.
Inzwischen haben die Raben so viele Proben bestanden, dass die Forscher sich fragen, wofür all die Pfiffigkeit überhaupt gut ist. Andere Vögel kommen prima durchs Leben mit weit weniger Verstand. Ein angeborenes Programm gibt ihnen ein, wie man kunstreiche Nester baut und fröhliche Lieder singt. Intelligenz dagegen ist, biologisch gesehen, aufwendig und zudem teuer erkauft. Wer überlegen kann, macht Fehler. Die Frage ist: Warum hat die Evolution die Raben so schlau gemacht? Warum ist es ihnen nicht einfach vergönnt, automatisch das Richtige zu tun?
Rabenforscher Heinrich hat darauf eine einfache Antwort: "Das Richtige für Raben gibt es kaum." Die Vögel führen ein überaus wechselhaftes Leben. In der Wildnis ernähren sie sich bevorzugt von Aas, das größere Raubtiere erlegt haben. Ihr Fortkommen hängt davon ab, ob sie rechtzeitig am Ort des Schreckens eintreffen; dann gilt es abzuräumen, solange was da ist. Das heißt: meist noch im Beisein des Räubers.
Das ist der Inbegriff einer prekären Lage. Wölfe, Bären oder Füchse geraten leicht in Zorn, wenn ein lästiger Mitesser um sie herumhüpft. Ein beiläufiges Zuschnappen, und der Rabe hat ausgekrächzt. In jeder Sekunde muss der Vogel einschätzen können, was er sich gerade noch erlauben darf. Stets ist zu bedenken: Was geht wohl vor in den Köpfen der großen Unholde?
In solchen Gefahren, wo nichts voraussagbar ist, wäre ein fixes Verhaltensprogramm der sichere Tod. Deshalb lernen Raben schon in den ersten Lebenswochen die Kunst der Wendigkeit. Kaum sind sie flügge, zeigen sie eine fast krankhafte Neugier auf alles, was sich picken und zwicken lässt. Vor allem treibt sie ein unwiderstehliches Verlangen, gefährliche Raubtiere zu ärgern. Immer wieder landen die Jungvögel in der Nähe von Bären oder Wölfen und pirschen sich von hinten an sie heran.
Bernd Heinrich sah mehrmals, wie Jungraben einem Wolf in den Schwanz kniffen, um sogleich flügelschlagend davonzuhüpfen. So ermitteln sie nach und nach den Schwellenwert, wo Frechheit lebensgefährlich wird - und, nicht zuletzt, wie weit so ein Tier mit einem Satz springen kann. Die Jungen tun das, obwohl es sie sichtlich vor den Räubern schaudert. "Das ist kein zweckfreies Spiel", folgert Heinrich, "sondern ein angeborener Drang."
Ausgewachsene Raben sind bereits so gewieft im Ausdeuten anderer Tiere, dass sie unterm Strich meist den Großteil der Beute kassieren. Bis zu 90 Prozent eines ausgelegten Kadavers gehen an die schwarzgefiederten Nervensägen. "Die Raben wurden bislang als Aasvertilger völlig unterschätzt", sagt Thomas Bugnyar. "Die holen sich beileibe nicht nur, was übrigbleibt; die kriegen fast alles."
Aus Sicht der Pfiffikusse sind die großen Raubtiere, wie es scheint, eher tumbe Vollstrecker. Wo immer diese ein Beutetier geschlagen haben, erscheinen bald die Raben auf der Walstatt, effizient wie Räumkommandos. Mit Fressen halten sie sich erst gar nicht auf. Was immer sie abzwacken können, wird eilig weggeschafft und sorgsam in der Umgebung versteckt für später. So kommt es, dass auch große Kadaver oft schon nach einem halben Tag geplündert sind.
Mit Wölfen arbeiten Raben besonders gern; gelegentlich locken sie ein Rudel auch mit viel Geschrei zu einem schwachen Wild, dem sie selbst nichts anhaben könnten. Forscher, die diese Kooperation untersucht haben, vermuten sogar, dass die Wölfe vor allem wegen der Raben genötigt sind, in Rudeln zu jagen. An sich könnten die spurtstarken Räuber ein Beutetier im Rehformat auch allein oder zu zweit überwältigen. Aber beim anschließenden Fressgelage kämen sie, angesichts der Überzahl der Raben, kaum zum Zuge.
Als Rabenforscher Heinrich einmal zur Probe zwei Kuhkadaver auslegte, zählte er insgesamt an die 500 Raben, die sich daran gütlich taten. "Die müssen zum Teil über Hunderte Meilen herbeigeflogen sein", sagt Heinrich. "Das Restaurant wurde offenbar sehr gut annonciert."
Für den Nachrichtendienst sind die mobilen Jungraben zuständig, die in losen Scharen herumschweifen. Entdecken sie ein Aas, schreien sie sogleich ihre Kumpane herbei. Anders hätten sie wenig auszurichten gegen die erwachsenen Artgenossen, die als Paare auf Lebenszeit jeweils weiträumige Reviere beherrschen. Die Jugendbanden setzen auf die Macht der Überzahl, und die Regionalfürsten haben dann oft das Nachsehen.
Sobald aber die Beute gesichert ist, endet die Kumpanei. Geteilt wird nicht. Jedes Tier schafft so viel Fleisch wie möglich für den Privatkonsum beiseite. Die Klügeren lassen zudem lieber andere für sich arbeiten und spähen deren Verstecke aus, um sie bei erster Gelegenheit zu plündern.
Allerdings ist auch kaum ein Rabe so dumm, dass er sich beim Verstecken so einfach zusehen ließe. Der Dieb auf der Lauer darf also auf keinen Fall den Argwohn seines Opfers erregen. "Er muss sich eisern zurückhalten, bis der andere endlich weg ist", sagt Bugnyar. "Für ein Tier ist das irrsinnig schwer."
Die Raben können es. Sie haben eine lange Evolution von Spionage und Gegenspionage hinter sich, in deren Verlauf sie zu Meistern des Täuschens und Ausbaldowerns wurden. Immer besser lernten sie, die Absichten anderer zu erraten und die eigenen zu verbergen. "Einem Kind im Alter von zwei Jahren", meint Bugnyar, "sind Raben kognitiv durchaus ebenbürtig."
Sehr fein kalkulieren die Vögel bei ihren Taten und Missetaten den Kenntnisstand ihres Gegenübers ein. Einem Wolf etwa trauen sie nicht viel Grips zu. "Wenn Raben einen Wolf entdecken, wie er ein Stück Fleisch vergräbt", erzählt Bugnyar, "schauen sie ihm unverhohlen zu. Und wenn er weggeht, graben sie es einfach aus." Bei Artgenossen dagegen, die auf solche Schliche gefasst sind, tun sie betont unbeteiligt, richten sich das Gefieder und stelzen gelangweilt herum.
Bugnyar fand heraus, dass sich Diebe auf Beutezügen sogar gegenseitig ausspähen. Ein Rabe merkt sich die Artgenossen, die außer ihm noch Zeuge des Versteckens geworden sind. Er merkt sich obendrein, welcher Rabe jeweils welches Versteck gesehen haben dürfte, und er handelt danach: Verstecke, in deren Nähe sich mögliche Mitwisser aufhalten, werden zuerst gemopst. Die anderen können warten.
Für solche Winkelzüge muss ein Rabe die Dinge in wechselnden Perspektiven bedenken; es gilt, quasi mit den Augen anderer zu sehen. Das ist eine Fertigkeit, die er mit den schlauesten Primaten teilt. Aber weiß der Rabe auch, was er tut und warum? Oder hat er in seiner Evolution nur eine spezielle Gerissenheit beim Nahrungserwerb entwickelt?
Auf der Suche nach einer Antwort will Thomas Bugnyar deshalb als Nächstes ergründen, ob die Vögel sich auch anderwärts verständig zeigen. In der Grünauer Forschungsstelle hat es ganz den Anschein. Besonders vor der Geschlechtsreife, wenn die Raben noch in Jungscharen leben, pflegen sie ein reiches Sozialleben. Und sie schmieden gezielt Allianzen im Ringen um Positionen. Befreundete Raben stehen in Konflikten zusammen, und sie bestehlen einander nicht so ungehemmt.
Rabenforscher Stöwe hat sogar schon Gesten des Trostes beobachtet. Ist der eine Rabe bei einem Streit unterlegen, schnäbelt ihm der andere begütigend durchs Gefieder. "Es ist anrührend", sagt Stöwe, "zu welchem Zartgefühl diese mächtigen Schnäbel imstande sind."
Dem Biologe werden die lebhaften Vögel mit ihrem forschenden Geist so schnell nicht langweilig. "Die sehen sich alles, was wir tun, so genau an", sagt Stöwe. "Im Grunde sind wir es, die hier unter Beobachtung stehen."

Geklaut von www.spiegel.de/

Mittwoch, 8. April 2009

Das perfekte Herz

Irgendwo in den Unendlichen Weiten des WWW, habe ich diese kleine Geschichte mit angehängtem Zitat gefunden, die perfekt als Spiegel gegen unsere "Ich bin Toll - Wellness-Spaß- Egoisten" Gesellschaft passt.

Das perfekte Herz:
Einer Tages tauchte ein junger Mann in der Stadt auf und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Land habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und alle bewunderten sein Herz, denn es war tatsächlich perfekt.Es gab keinen Fleck oder Fehler an ihm. Alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter mit seinem schönen Herzen.Plötzlich tauchte ein alter Mann in der Menge auf und sagte leise: Nun ja ganz nett, aber dein Herz ist nicht annährend so schön wie meines.Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken, genauer gesagt waren an einigen Stellen richtige Löcher, wo ganze Teile fehlten.Die Leute starrten den alten Mann an. Wie kann er nur behaupten, dass sein Herz schöner ist, dachten sie.Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und sagte lachend: Du kannst doch nicht im Ernst dein Herz mit meinem vergleichen. Meines ist perfekt, und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.Ja, antwortete der alte Mann, deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reichte es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir geteilt haben.Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Stellen. Liebe zu geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Löcher schmerzhaft sind, so erinnern sie mich doch an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den leeren Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?Der junge Mann stand ganz still da, und Tränen strömten über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an.Der alte Mann nahm das angebotene Stück an und setzte es in sein Herz. Dann nahm er ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an: Es war zwar nicht mehr perfekt, aber es war schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen Seite an Seite fort.Narben auf dem Körper bedeuten, dass man gelebt hat. Narben auf dem Herzen bedeuten, dass man geliebt hat.

"Ist diese Geschichte nicht wunderschön? Wir sollten uns öfter daran erinnern, dass es nicht darauf ankommt, wie etwas aussieht, sondern darauf, wie etwas ist. Niemals kann die Verpackung so wichtig sein wie der Inhalt. Und wir sollten uns daran erinnern, dass nur ein Herz, das weiß, was Schmerz ist, zu wahrhaftig großer Liebe fähig ist."

Und damit wünsche ich allen ein schönes langes Ostern Wochenende.

Dienstag, 7. April 2009

Jugendamt entwaffnet Ritter

Dortmund. Eigentlich wollten sie nur mit Schaumstoffschwertern aufeinander losgehen, ein bisschen ums Lagerfeuer sitzen, natürlich in mittelalterlicher Kleidung, als Teilzeit-Ritter und -Burgfräulein. Doch das Dortmunder Jugendamt hat den Ferienspaß untersagt, "Gewaltprävention" ist das Stichwort.

Das Jugendamt in Dortmund hat am Donnerstag ein mittelalterliches Spektakel abgesagt, das in der ersten Osterferienwoche in der Jugendfreizeitstätte Hombruch laufen sollte. „Nach dem Amoklauf von Winnenden”, so Fachbereichsleiterin Elisabeth Hoppe, „muss das Konzept noch einmal auf den Prüfstand”.„Tremonias Erben III” stand ursprünglich auf dem Spielplan.
Alternative zu Handy und Computer

In den Osterferien 2008 schlug die Geburtsstunde von "Tremonias Erben". Damals fand das erste Ritter-Rollenspiel in der Jugendfreizeitstätte Hombruch statt. Es wurde ein großer Erfolg.
Kinder von sieben bis zwölf Jahren sollten Handy, MP3-Player und Gameboy zu Hause lassen und in die Welt des Mittelalters eintauchen. Ein buntes Treiben in altertümlichen Gewändern war geplant, ein so genanntes LARP. Das Kürzel steht für „Live Adventure Role Play”. Bei solchen Rollenspielen versetzen sich die Teilnehmer in Fantasiegestalten und tauchen ein in eine Abenteuerwelt.
„Weg vom Computer, raus in die Natur”, hieß in Hombruch die Devise. Pädagogische Ziele: die Entwicklung von Kreativität und Gemeinschaftssinn. Stilecht – mit edlen Rittern, fiesen Schurken, Magiern, Waldwesen und schönen Prinzessinnen. Ein Hauch von König Artus: Rustikales Lagerfeuer-Ambiente, samt Bogenschießen und Schwertkampf, letzterer mit Schaumstoffwaffen.

"Gewaltprävention"
Genau diese Einlagen sind dem Jugendamt nicht geheuer. Die Folge: „'Tremonias Erben' liegen auf Eis”, so Elisabeth Hoppe. Ihre Bedenken gehen „in Richtung Gewaltprävention”. Das Konzept müsse überarbeitet werden. „Den Schwertkampf müssen wir noch mal unter die Lupe nehmen.”

Das Rollenspiel habe einige Facetten: „kämpfen, kochen, leben und feiern”. Die entscheidende Frage: „Zeigt die Aktion das Mittelalter so, wie es war?” Nein, glaubt das Jugendamt.
Erfolgreiche Vorläufer-Aktionen
„Tremonias Erben” trauern. Bereits in den Oster- und Herbstferien 2008 hatten sie die JFS bevölkert. Rund 70 Kinder nahmen an den ersten beiden Auflagen des Spektakels teil. Seit Monaten liefen die Vorbereitungen für Teil III. Gewänder wurden selbst geschneidert, Wappen gemalt, Werkzeuge gefertigt, Waffen gebastelt.
JFS-Leiter Roland Holze hätte den mittelalterlichen Clan angeführt – in der Rolle des Ritters „Roan Mondragon”. Der war am Donnerstag nicht zu sprechen. „Kein Kommentar”, ließ er ausrichten und verwies ans Jugendamt.
Unterschriftensammlung geplant
Das schaltete Mittags die Internetpräsentation des Spiels ab. Die Betroffenen sind geschockt. Abends trafen sich Tremonias kalt gestellte Erben vor der JFS. Eine Unterschriftensammlung soll organisiert werden. Im Internet hagelte es Kritik an der Absage.



Quelle: http://www.derwesten.de 02.04.2009, von Klaus Brandt

Frauenpower

Ich kann es nicht lassen, hier sind ein paar Gründe mehr mich Abgrundtief zu Hassen.

Mädchen sticht auf Jungen ein Streit eskaliert in Dittelsheim-Heßloch.
Vom 10.03.2009, von Manfred Janß.
DITTELSHEIM-HESSLOCH.
Nach ihren bisherigen Erkenntnissen waren fünf Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren am Kirchberg aneinander geraten. Sie stammen aus Dittelsheim-Heßloch und Flomborn. Im Lauf der Auseinandersetzung forderte eine 14-Jährige ihr späteres Opfer zum Kampf heraus. Als der 14-Jährige darauf nicht reagierte, zog sie ein Messer und bedrohte ihren Kontrahenten damit. Dem Jungen gelang es zwar, dem rabiaten Mädchen das Messer aus der Hand zu schlagen, doch die Angreiferin zog unvermittelt ein zweites Messer, das sie bei sich hatte und stach auf den 14-Jährigen ein. Glücklicherweise trug er lediglich eine kleine Wunde an der linken Hand davon.
"Dass eine 14-Jährige ein Messer bei sich trägt, da gehört schon was dazu, aber gleich zwei, das ist ein Ding", kommentierte Dirk Schindler, Sprecher der Polizeiinspektion (PI) Alzey, den Vorfall. Mit einer gewöhnlichen Rangelei unter Jugendlichen habe dieser Fall nichts mehr zu tun. Ob das Mädchen bereits früher durch Gewalttätigkeiten aufgefallen war, konnte Schindler nicht sagen. "Bis bei uns eine Kriminalakte von Minderjährigen angelegt wird, das dauert. Wir sind da sehr zurückhaltend, um Jugendliche nicht vorschnell zu kriminalisieren. Das Mädchen ist immerhin erst im Februar 14 Jahre alt und damit strafmündig geworden", erklärte der PI-Sprecher. Es sei aber klar festzuhalten, dass die Zahl der Körperverletzungen insgesamt zwar rückläufig sei, "aber wenn sie vorkommen, dann fallen sie deutlich massiver aus als früher", sagte Schindler. Speziell bei Jugendlichen stelle die Polizei fest, dass deren Verhalten untereinander zunehmend rabiater werde. "Die Zeiten, in denen es noch ein Ehrgefühl gab und einer besiegt war, wenn er am Boden lag, sind lange vorbei. Heute wird draufgeschlagen und nachgetreten, auch wenn der andere sich längst nicht mehr wehren kann", weiß der Polizeisprecher nur zu gut.





wdr2 am 13.April 2008.
Sabine Deitmer ist eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kriminalromanen. Vom "Syndikat", der Vereinigung deutscher Kriminalautoren, wird sie auf der diesjährigen "Criminale" für ihr Lebenswerk mit einem hohen Preis ausgezeichnet, dem sogenannten "Ehrenglauser".
„In ihren Büchern gibt es daher auch keine dekorativen weiblichen Leichen, sondern hier werden Männer umgebracht - von Frauen.“




Louise Chermin Co - Präsidentin der US-Frauenbewegung NOW : Männer sind unsere Feinde.

>Die Entwicklung des Sohnes zum Mann bedroht mich existentiell. … Und trotzdem: Wir müssen den Söhnen die Privilegien nehmen! Wir können nicht Männermacht bekämpfen und die Augen vor den eigenen Söhnen verschließen. Wir haben keine neutralen Wesen an unseren alternativen Busen genährt, sondern die Patriarchen von morgen, wenn wir ihnen diese Sicherheit nicht rauben - ganz persönlich. Wir müssen unseren männlichen Kindern etwas wegnehmen, sie unterdrücken.”<

Sonntag, 5. April 2009

Rabenwoche

Rabengeschrey - Geschichte:
04. April 1581, Francis Drake wird zum Ritter geschlagen.

Rabengeschrey - Rabenwoche
Hurra, Hurra der Frühling der ist da.
Man soll es ja nicht glauben, aber es gibt noch schönes Wetter in deutschen Landen. Etwas verspätet zwar, aber Ostara zeigt sich endlich.
Nun ja, das es gleich von Null auf hundert gehen musste, und dann zum Wochenende auch schon nicht mehr ganz so schön - aber immer hin. ( Als guter teutscher muß man das Haar in der Suppe finden)

In meiner mich selbstverwirklichenden Arbeit auf dem Gerüst, habe ich letzte Woche über einer Metzgerei mit Räucherei gearbeitet. Bei dem dort stetige Duft gepaart mit dem schönen Wetter hingen meine Gedanken dann auch fast nur beim Mittelaltermarkt. Es wird Zeit das die Saison wieder losgeht und die Märkte die Tore öffnen. Heiß darauf ist der Rabe.

Einen kleinen Unfall mit dem Firmenwagen hat der Schatten_Rabe fabriziert, und meine Chefin ist ganz ruhig geblieben. Kein Geschrei, keine Vorwürfe, keine Schläge und ich darf das Auto weiter fahren. Tolle Frau meine Chefin.

Zum Thema Arbeiten noch ein nettes Zitat von Wernher Freiherr von Braun für die nächste (kurze) Arbeitswoche:
"Zivilcourage nennt man das, was von einem Mann übriggeblieben ist, wenn sein Chef das Zimmer betreten hat!"