Dienstag, 29. Dezember 2009

Jule


Titel: Jul
Datum: Sonntag, 20. Dezember 2009
Uhrzeit: Ganztägig
Wiederholung: Dieses Ereignis wiederholt sich jedes Jahr.
Bemerkungen: Yule beginnt und endet 12 Tage später.

Raunächte, ZwölferNächte, Jul, Die Zeitlose Zeit, Woudeens Wilde Jagd unsw. Was könnte und müsste man dazu alles schreiben.
Ich will das mal dabei belassen, und meinen Blog für dieses Jahr abschließen.
Egal ob und was Ihr auch immer Feiert, sei es Weihnachten oder eben Jule - ich wünsche allen ein frohes Fest Nachträglich und einen guten Rutsch.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Gute Zeiten - Schlechte Zeiten

Fangen wir mit den schlechten an:
Die Abrechnung zu den MieteNebenkosten sind mir ins Haus geflattert. Über 90,- meiner sauerverdienten Euros darf ich Nachzahlen.
Nächstes Jahr steigen die Nebenkosten bei mir um satte 28,00 Euro. Dazu kommen nochmal 10,00 Euros pro Monat mehr für die Stadtwerke.
Das alte Jahr ist noch nicht vorbei, da kündigt sich fürs nächste Jahr schon an - das es auch nicht besser wird.
Und das flattert mir auch noch Samstags ins Haus - Rabenschwarzes Wochenende also.

Doch wo Schatten ist - da ist auch Licht. Die gute Nachricht:
Die Weihnachtszeit scheint ein Fragment an Menschlichkeit mit sich zu bringen.
So heißt es in Wuppertal am Freitag den 18. Dezember: > Die Nacht der fantastischen Kerle <> www. dienachtderfantastischenkerle.de <
Auch wenn das, nachdem das Thema Männerrechte in der Öffentlichkeit debattiert wurde, ein bissel nach einer Alibi Aktion riecht, da nachwievor entsprechende Ämter für Männer und Jungen fehlen, macht das doch etwas Hoffnung für die Zukunft.

Und damit einen schönen dritten Advent Euch!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Klimagipfel

Tja, nun habe ich erstmal zwei Tage Zwangsurlaub wegen Schlechtwetter. Und weil das ganze für mein Cheffchen und Cheffin/In ganz Überraschend kam, das es im Dezember hierzulande nicht immer das beste Gerüstwetter hat, das ganze also was mit dem Klimawandel zu tun haben muss, Zeit sich über das Klima mal Gedanken zu machen und diese hier für Euch zu Bloggen.
Unsere Politikers machen sich ja auch extra für uns die Arbeit, über den Klimawandel zu diskutieren. Und so findet denn dieser Tage im Land vonne Wikingers - da wo diese Katze herkommt -
(Süss nicht)
ein Klima Gipfel statt. Sogar Baracke Obama hält diesen für so wichtig, das er nach seinem hochverdienten Nobelpreis Empfang mal kurz da vorbei schaut.
Und wie immer wird mal wohl am eigentlichen Thema vorbeireden, und die Angst der Menschen mißbrauchen, um eigene Politische Ziele durchzubringen.

1.) Wird bei der ganzen Kiste nämlich vergessen, das wir so oder so eine Klimaveränderung bekommen werden. Die ganze Diskusion macht nämlich Glauben, weniger CO/2 und alles ist in Butter. Das mißbraucht man dann dazu um z.B. Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen schmackhaft zu machen, während wir letzten endes auf den definitiv kommenden Klimawandel nicht vorbereitet sein werden.
2.) Gehen wichtige Themen zum Naturschutz unter. Das Abholzen der Wälder und zubetonieren von Naturflächen fällt mehr ins Gewicht, als der CO/2 Ausstoß. Hier in Wuppertal haben wir gerade Aktuell so eine Sache, wo sich ein gewisser Oberbürgermeister ein Denkmal mitten ins Grüne setzen will. Kleine Höhe heißt das Gelände das hier zerstört werden soll. Der Schaden an der Natur der hier entsteht, soviel kann keiner Auto fahren. Vom Wirtschaftlichen Unsinn mal ganz abgesehen.
3.) Ist und bleibt die Überbevölkerung der Erde das Hauptproblem an dem sich letztendlich alles Aufhängt. Auch die Klimaerwärmung. Solange das Problem nicht gelöst ist, ist alles andere hinfällig.

Klimaerwärmung und Internet - Ein paar nette Zahlen dazu:
>Eine Google Anfrage verbraucht so viel Strom wie eine Energiesparlampe in einer halben Stunde.
>Bis 2010 wird der Anteil des Internets am Stromverbrauch in Deutschland 6% betragen. Dafür sind 5 Kraftwerke a je 1000 Megawatt nötig.
>Der CO/2 Ausstoß des Internets entspricht dem des Weltflugverkehrs.

Wer sich dafür Interessiert, kann unter http://www.verbraucherfuersklima.de/ vorbeischauen.
Denn mittlerweile geben sich viele Unternehmen aus der Computerbranche einen ökologischen Anstrich. Die Verbraucherschutzzentralen wollen herausfinden wie Seriös das ganze ist.

Doch nehmen wir das ganze auch ein bissel mit Humor:

Sonntag, 6. Dezember 2009

Herbst Emotionen

Stand der Dinge

Das Licht geht aus
Alle gehen
Ich bleib zurück - Auf Wiedersehen
Ich zieh mein Resümee
Und beginne mit dem
Den ich im Spiegel seh

Alle reden
Doch sagen nichts
Keiner weiß wovon er spricht
In diesen Tagen sind offenbar
Die Sterne nicht zum Greifen nah;

Ich will hier raus - Ich will jetzt gehen
Schon alles gefühlt - schon alles gesehen

Der Stand der Dinge - Der Lauf der Zeit
Jetzt und in alle Ewigkeit
Die Spiegel werfen Stück für Stück - Jeden Tag dasselbe Bild zurück
Alles so wie es immer war
Tag für Tag
Jahr für Jahr
Nenn mir einen Ort - Nenn mir eine Zeit
Ich will es zurück - das Gefühl von Schwerelosigkeit.

Kalter seelenloser Regen
Es stinkt nach Tod
Mitten im Leben

Ich laufe
Doch ich komme nicht voran
Mein Herz treibt Mich zum Untergang


Ich will hier raus - Ich will jetzt gehen
Schon alles gefühlt - schon alles gesehen

Der Stand der Dinge - Der Lauf der Zeit
Jetzt und in alle Ewigkeit
Die Spiegel werfen Stück für Stück - Jeden Tag dasselbe Bild zurück
Alles so wie es immer war
Tag für Tag
Jahr für Jahr
Nenn mir einen Ort - Nenn mir eine Zeit
Ich will es zurück - das Gefühl von Schwerelosigkeit.

Text: S.Weidner/ böhse onkelz von dem Album: Dopamin

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Uli und der Kaiser

Spieler, Trainer, Funktionär - seit über 50 Jahren wirkt Franz Beckenbauer in den verschiedensten Positionen beim FC Bayern München. Am vergangenen Freitagabend endete die „Kaiserzeit“ beim deutschen Rekordmeister. Nach 15 Jahren als Vereinspräsident wird sich die 64 Jahre alte Fußballlegende nicht mehr zur Wiederwahl stellen, Manager Uli Hoeneß ist ihm dann an die Spitze des größten deutschen Sportvereins nachgefolgt.
So ist nach 15 Jahren an der Spitze des FC Bayern Franz Beckenbauer am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung des Rekordmeisters als Vereinspräsident und Vorsitzender des Ausfichtsrates ausgeschieden. Das Ende einer weltweit wohl einzigartigen Ära, in der Beckenbauer über 50 Jahre als Spieler, Trainer oder Funktionär beim deutschen Rekordmeister wirkte.
„Wir haben also dann Altpapier und Alteisen gesammelt, um zu den paar Pfennigen zu kommen, die damals ein Lederball gekostet hat. Dann haben wir endlich diesen Ball gehabt. Wir haben natürlich jeden Tag Fußball gespielt. Jeden Tag durfte ein anderer den Ball mit nach Hause nehmen und musste ihn dann einfetten.“

Als Uli Hoeneß 1979 mit gerade einmal 27 Jahren seine Profi-Laufbahn vorzeitig beenden musste und die Nachfolge Robert Schwans als Manager des FC Bayern antrat, war wohl nicht abzusehen, dass er in seiner „zweiten Karriere“ noch viel erfolgreicher sein würde. Unter seiner Regie wurde der FC Bayern zu einer Weltmarke im Fußball, kaum ein anderer Verein kann den Münchnern in wirtschaftlicher Hinsicht das Wasser reichen. Nebenbei gewannen die Bayern in den letzten 30 Jahren stolze 36 Titel.
Wie kein Zweiter hat Uli Hoeneß in den letzten 30 Jahren die Entwicklung des FC Bayern geprägt, unter seiner Regie ist der Klub zur Weltmarke aufgestiegen. Und auch wenn er künftig als Vereinspräsident und Vorsitzender des Aufsichtsrates nicht mehr an vorderster Front wirken wird, ist eines sicher: „Uli Hoeneß wird nicht mehr ganz so aktiv sein wie bisher, aber er wird weitaus aktiver sein als ich es war“, sagte Vorgänger Beckenbauer und fügte an: „Ich glaube auch, das ist gut so für den FC Bayern."
Während die Konkurrenten mit abenteuerlichen Kreditgeschäften, phantastischen TV-Rechte-Einnahmen und dank einer für den Profisport gnädigen Steuerpolitik das Transfergeschäft und damit - wenn auch nicht immer - die Wettbewerbe beherrschten, handelte Uli Hoeneß nach dem einfachen, aber nachhaltigen Prinzip kaufmännischer Sorgfalt. Kompromisslos hat er sich an seine Regel gehalten, nicht mehr auszugeben als eingenommen wurde bzw. auf dem über die vielen Jahre gewachsenen Festgeldkonto zur Verfügung steht.
Als Ende der achtziger Jahre Merchandising das Zauberwort für Geldvermehrung in der Bundesliga wurde, war der FC Bayern schnell am Markt. Uli Hoeneß erkannte als Erster diesen Trend und schuf hierfür schnell die Strukturen. Es gab Bayern-Bettwäsche, Bayern-Handtücher, Bayern-Mode, Bayern-Parfum, etc. Heute führt die Merchandising Abteilung des FC Bayern mehr als 600 Artikel.
Als Verein machten die Bayern 1979 ca. zwölf Millionen Mark Umsatz, der größte Teil davon floss aus dem Verkauf der Eintrittskarten dazu. Mit dem Verkauf von Karl-Heinz Rummenigge an Inter Mailand 1984 für unglaubliche 10,5 Millionen Mark war der Verein schuldenfrei. Heute setzt das auch von Karl-Heinz Rummenigge geführte Fußball-Unternehmen FC Bayern München über 250 Millionen Euro um.
Inzwischen muss Uli Hoeneß regelmäßig vor Führungskräften der deutschen Wirtschaft erklären, wie das Geschäftsmodell FC Bayern München AG funktioniert, wie aus der Emotion und der Unberechenbarkeit des Spiels finanzielle Planungssicherheit und Gewinn entstehen können. Die Kunst ist, wie so oft, die Balance zu halten. Uli Hoeneß hat sehr früh erkannt und ausgesprochen, was in München, der olympischen Stadt mit der weltberühmten Stadionarchitektur, über Jahrzehnte ein Politikum war: Die Bayern, formulierte er 1989, brauchen ein eigenes Fußballstadion.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, die auch dem Einsatz des Bayern-Präsidenten Franz Beckenbauer als OK-Chef der WM zu verdanken war, hat bei der Durchsetzung der Stadionpläne eine große Rolle gespielt. Mit der 2005 eingeweihten Allianz Arena lässt sich alles in Verbindung bringen, was das moderne Fußballmanagement, wie Uli Hoeneß es in Deutschland etabliert hat, prägt. Sie ist die angemessene Dienstleistung für den Zuschauer, die Sponsoren, das Fernsehen und auch für die Mannschaft.
Es gibt beim FC Bayern eine Regel, die Neuankömmlinge sehr schnell lernen. Die Regel lautet: Bei Problemen den Manager anrufen. Manche Spieler haben sich daran erinnert, nachdem sie ihren Wagen nachts in einen Graben gesteuert hatten. Andere suchten finanziellen Rat, und Uli Hoeneß hat regelmäßig geholfen, sodass sich auch in Not geratene Profis entschulden konnten.
Jeder, der beim FC Bayern arbeitet, schätzt seine menschliche Seite und niemand, der den FC Bayern verließ, hat schlecht über den Manager gesprochen. Wie kein anderer deutscher Verein hat der FC Bayern angeschlagene Klubs bei der Bewältigung finanzieller Schwierigkeiten und auch ganz allgemein karitative Ziele unterstützt. Der FC St. Pauli, der in der zweiten Bundesliga jetzt wieder so stark auftritt wie Jahre nicht mehr, hat von der Benefizspielbereitschaft der Bayern genauso profitiert wie der Mainzer Dom, für dessen Restaurierung die Bayern in Mainz antraten.

Uli Hoeneß hat die sportliche und wirtschaftliche Stärke immer auch als Verpflichtung verstanden. Er vertritt eine Art soziale Marktwirtschaft des Fußballs, die den Erfolg und die Entwicklung des eigenen Vereins in den Mittelpunkt stellt, die aber auch Rücksicht auf Schwächere nimmt, auf Menschen ganz allgemein, denen es nicht so gut ergangen ist im Leben.
Die Spendenbereitschaft ist inzwischen bekannt, sie soll nicht berühmt sein. Als ein Tsunami 2004 im Indischen Ozean eine Katastrophe auslöste, gab der FC Bayern fast eine halbe Million Euro für den Wiederaufbau zerstörter Gebiete und gründete 2005 auf Initiative des Vorstandes um Karl-Heinz Rummenigge den FC Bayern Hilfe e.V. Darin bündelt der Klub sein soziales Engagement, das auch die Förderung von Bildung und Erziehung umfasst.
Als in München ein Mann von Jugendlichen auf einem S-Bahnhof zu Tode getreten wurde, weil er Kinder schützen wollte, die sich bedroht fühlten, hielt Uli Hoeneß beim nächsten Heimspiel in der Allianz Arena eine kurze Rede. Er fand wenige, aber die richtigen Worte: Der Tote, Dominik Brunner, sei ein „Vorbild für Zivilcourage und praktizierte Nächstenliebe. Wir alle können in derartige Situationen kommen, und dann wären wir froh, wenn jemand wie er uns helfen würde.“ Als Reaktion auf den S-Bahn-Mord hat Hoeneß nun zusammen mit Politik, Polizei und Kirche die Initiative „Münchner Courage“ gegründet. Das Projekt will Bürger ermutigen, bei Gewalt nicht wegzusehen, sondern gemeinsam mit anderen Solidarität und Zivilcourage zu zeigen. Uli Hoeneß hat auf seinem Weg nach oben die meisten hinter sich gelassen, weggeschaut hat er deshalb nie.

Franz Beckenbauer bekommt ein Abschiedsspiel beim FC Bayern. Wie Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge bekanntgab, wird die Partie „gegen die berühmteste und erfolgreichste Mannschaft der Welt im August 2010“ in der Allianz Arena stattfinden: Real Madrid. Im Anschluss wird dann Beckenbauer mit einem großen Fest gebührend gefeiert und verabschiedet. Beim Blick in die Vereinshistorie sei ihm aufgefallen, dass Beckenbauer bei seinem Abschied und Transfer als Spieler 1977 vom FCB zu Cosmos New York „nicht gebührend und vor allem nicht FC Bayern like“ verabschiedet worden sei, erklärte Rummenigge. Dies wolle man nun nachholen und ihn auch mit über 32-jähriger Verspätung zum Ehrenspielführer des FC Bayern ernennen.


http://www.fcbayern.t-home.de

Sonntag, 29. November 2009

Von Bit's und Byte's und so ....

Zum ersten Advent beginnen wir mal mit ner juten Nachricht, woll.
>Musikindustrie abgeblitzt:
Nachdem die Novelle des Urheberrechts im Januar 2008 in Kraft getreten war, hatten die Musik Bonzen ihre Chance gewittert, die Privatkopien endlich abzuschaffen.
Dafür sind sie vors Bundesvefassungsgericht gegangen.
Doch Pech gehabt. Die Richter lenten die Klage ab.
Das heißt: Auch künftig dürfen die Kunden von Ihrem gekauften Eigentum in Form von Musik-CDs Privatkopien machen.

Auch Google hat auf die Beschwerden bezüglich des Datenschutzes reagiert, und einen neuen Dienst namens Dashboard online gebracht. Damit möchte der Online-Dienst mehr Tranzparenz bringen. Dumm nur, das der neue Dienst nicht im Ansatz den notwendigen Bedürfnissen gerecht wird. Hier ist noch einiges zu tun.
Die Sache hat dann aber doch einen Vorteil. Alle Google-Typ's die man hat, werden hier Übersichtlich zusammen gefasst.

Und da wir gerade bei Google sind, und man mir gesagt hat man braucht heutzutage unbedingt ein Google-Profil, und weil ich ja sowieso einen Acc. hier habe, habe ich mir dann auch ein Profil zugelegt. Über Sinn und Unsinn dessen lasse ich mal in den Raum gestellt.
Mein Google Profil.

Und da ich ja gerade bin dabei, mir im Internet ein Imperium aufzubauen, habe ich dann direkt noch was Sinn-taugliches kundzutun.
Mein Piraten Profil. Noch im Aufbau, aber et wächst.

Damit das alles dann auch schön klappt, habe ich mir dieser Tage Window's 7 geholt. Über den Sinn solches zu tun, besonders bei einem Preis von 200 der Euros, kann man sicherlich streiten. Noch 2-300 Euros draufgelegt, und man hat einen komplett neuen PC. Da meiner aber gerade mal ein Winter alt ist und mit Win.-Vista bestückt war, ist es jedenfalls nicht der größte Fehlkauf meines lebens gewesen.

Damit Euch allen einen schönen ersten Advent.

Donnerstag, 19. November 2009

Info

Es tut sich etwas in unserer Gesellschaft. Auch wenn die Täterrinnen mit am Tisch sitzen. Aber es ist ein Anfang.

kibs lädt ein zur Fachtagung zum Thema "Jungen als Opfer sexualisierter Gewalt" am 19. und 20. November 2009 in München.
Veranstalter der Fachtagung sind kibs, das Deutsche Jugendinstitut (DJI) und die Hochschule Landshut. Der Kinderschutz e.V. kann in diesem Jahr auf 10 Jahre kibs zurückblicken. kibs nutzt daher den Rahmen der Fachtagung auch, um mit den Tagungsteilnehmern am 19.11.2009 Geburtstag zu feiern.

Zielgruppe der zweitägigen Fachtagung sind Fachkräfte aus
Beratungsstellen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
Diensten und Behörden
der offenen Kinder- und Jugendarbeit
der Kindertagesbetreuung und Schulen
dem Justiz- und Gesundheitswesen
Forschung, Lehre und Politik sowie Studierende
und alle Personen, die mit Kindern und Jugendlichen bzw. deren Eltern arbeiten.

Anmeldeadresse:
Kinderschutz e.V. Frühlingstraße 168, 5221 Dachau
Fax (08131) 332 06 33 Tel. (08131) 332 06 31

TagungsFlyer zum Download als PDF Datei.

kibs - Beratungsstelle hilft missbrauchten Jungen:
Tom war eigentlich immer ganz normal. Doch seit knapp einem Jahr ist alles anders. Tom wurde von einem Freund der Familie sexuell missbraucht. Seither hat er sich in seine eigene Welt zurückgezogen. Der Missbrauch kam zwar zur Anzeige. Die seelischen Verletzungen, die Tom durch die Tat zugefügt wurden, konnte das Gericht jedoch nicht behandeln. Rettungsanker in dieser emotionalen Notsituation ist kibs - die "Kontakt, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt". Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von kibs - sozialpädagogische, therapeutische und psychologische Fachkräfte - helfen Jungen, denen sexuelle Gewalt widerfahren ist. Sie helfen auch Tom und seiner Familie. Seine Eltern sehen erleichtert, dass der Junge langsam wieder Vertrauen aufbaut und sich seinen Betreuerinnen und Betreuern öffnen kann. Tom macht eine Musiktherapie und löst sich dabei zusehends. Durch die Musik kann er endlich wieder seine Gefühle zum Ausdruck bringen. Er traut sich, über seine Ängste, aber auch über seine Wünsche zu sprechen. Die Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse wird für Tom noch lange dauern. Aber er ist auf einem guten Weg. Die Betreuung einer begrenzten Anzahl von Jungen, die Opfer sexueller Gewalt wurden, wird öffentlich bezuschusst. Um jedoch alle betroffenen Jungen und Familien, die Unterstützung suchen zu betreuen, sind wir dringend auf Spenden und Fördermitglieder angewiesen.
Link

Sonntag, 15. November 2009

TageBuch

Prolog:

Unerwarteter Besuch kam heuer in meine etwas unaufgeräumte Bude. Eine mittlerweile gute Bekannte, die ich seit ca. 2 1/2 Jahren kenne, und schon eine Zeitlang nicht mehr gesehen habe. Ich habe sie, Witwe (Verkehrsunfall) und Mutter eines jetzt 12jährigen Sohnes, damals im Zusammenhang mit der Tragödie um meinen Neffen kennengelernt - da Sie mit ihrem Sohnemann ein vergleichbares Problem hat. Da nun auch heuer die Beerdigung von Robert Enke war, wurde das Thema zwangsläufig angeschnitten. Sie hat da einen nachdenklichen Satz von sich gegeben, der die Situation dieser Tage klar zur Sache bringt.
" Wenn man einem Menschen der Profi Sportler ist, mit all den im Hintergrund gegebenen Möglichkeiten, nicht Helfen kann - wo soll ich dann Hilfe für mein Kind herbekommen?"
Sie erwähnte dann eine Aussage von unserer damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im letzten Jahr, wo diese sagte: Für Jungen und Männer ist mein Ministerium nicht zuständig!
Auch in der Bewertung was das Verhalten von der Frau von Robert Enke angeht, hat sie mir recht gegeben, und diese Frau kann das mit Sicherheit Beurteilen.
Und sie hat nicht nur eine Schüssel Milchreis mit Erdbeeren mitgebracht, sie hatte auch noch das ein und andere im Gepäck.

1. Kapitel: MännerRevue

Einen Zeitungsbericht über eine gerade angelaufene Theater Show.


Wann ist ein Mann ein Mann? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt die neue Revue "Männer" von Franz Wittenbrink. Nun geben die Männer mit ihren Liedern Einblicke in ihr Gefühlsleben. Sie besingen ihre Träume und Nöte, ihre Hoffnungen, Triumpfe und Illusionen.

Und wo ist der Mann noch wirklich Mann? Natürlich im Fussballstadion. Nach dem Spiel mag keiner so recht nach Hause gehen und so treffen hier auf einmal ganz verschiedene Typen Mann aufeinander, die sich im normalen Leben vielleicht nie begegnet wären.Lied um Lied lernen wir sie kennen, lernen sie sich kennen und lassen alles raus, was sie in ihrem Alltag unterdrücken. Das Stadion wird zum Spielplatz der Emotionen. Und davon hat der Mann jede Menge.
>>> Die Kiste läuft seit dem 30.Oktober 2009 im Atelier Unterkirchen, in Wuppertal. Infos: http://www.tic-theater.de/ <<<

2. Kapitel: Neue Bücher

Nun lese ich ja gerne, und so hat Silke (so heißt die Bekannte) aus einer Buchhandlung desweiteren ein aktuelles Taschenbuch Magazin mit Neuvorstellungen an Taschenbüchern mitgebracht. In diesem Magazin bin ich dann auf etwas Aufmerksam gemacht worden was ihr nennenswert erschien, und so haben wir dann mal eine Auflistung gemacht. Unter der Überschrift Ratgeber und Lebenshilfe hat es 83 Neuvorstellungen. Davon mindestens 12 Bücher die eindeutig als Geschlechtsbezogen Erkennbar sind. (Können natürlich mehr sein)
Von diesen 12 sind derer zweie für beide Geschlechter geschrieben, sie Autoren jeweils ein Mann und eine frau. EIN Buch ist nur für Männer, geschrieben von einem Mann. Der Rest, also neune der Bücher sind nur für Frauen. Wobei bei den meisten Büchern weibliche Autoren gegeben sind. Darunter fallen dann so nette Titel wie: Mach sie glücklich, Wann kommt endlich der blöde Prinz auf seinem dämlichen Gaul, Gebrauchsanweisung für Männer und einen Scheidungratgeber für Frauen. Und und und.
Lustig ist das ganze ja noch bei einem SexRatgeber von Frauen für Frauen, wo die Überall Hilfe brachen.
Nicht mehr so Lustig wird es dann bei dem Buch von Ulla Rahn, denn die hat den Vogel abgeschossen. Ihr Buch: "Welches Tier passt zu mir, ein Besuch im Männerzoo."
Ich kann mich noch daran Erinnern, als wir in der Schule über den Nationalsozialismus gesprochen haben, und uns Ausschnitte aus einem Nazi-Propaganda Film angesehen haben der hieß: " Der ewige Jude" hier wurden die Juden mit Ratten gleichgesetzt.
Menschen mit Tieren gleichzusetzen, und das wahrscheinlich auch noch lustig finden, dazu muss man schon eine sehr starke und selbstbewusste frau sein. Und nichts dagegen zu Unternehmen, sondern das ganze noch verharmlosen ist dann auch nicht besser. Wie muss ein solches Buch auf ein Kind wirken?

3. Kapitel: Leseprobe

Das Buch ist zwar schon etwas älter, passt aber wie die Faust auf's Auge.

'Eintritt frei für Männer'
Schwarze Schrift auf strahlend weißem Grund kündete davon, welche Art von Literatur sich auf gut zwanzig Regalmetern tummelte: Frauenliteratur. „Man wird nicht als Frau geboren“, „Das andere Geschlecht“ und ein „Manifest zur Vernichtung der Männer“ lauerten auf Käufer, vornehmlich allerdings auf Käuferinnen.
Tim Hansen verzog den Mund, denn mit solchen Büchern hatte ihn seine Mutter so regelmäßig gefüttert wie andere Eltern ihren Nachwuchs mit Cornflakes. Eine konzentriert die Fingernägel betrachtende Buchhändlerin beäugte kurz den einzigen Interessenten ihres sensiblen Kundenbereichs, nahm Witterung zum Inhaber des falschen Chromosoms auf. Ein Mann! Sie hüstelte.
Tim suchte. Er suchte ein Buch für sich selbst. Keinen Liebesroman, keinen Diätbetreuer und auch kein Frauenpowerbuch, sondern ein Männerbuch: „Das bevorzugte Geschlecht“, damit war das weibliche gemeint, von Martin van Creveld sollte es sein. Schon beim Betreten des Ladens fühlte Tim sich irgendwie ... Er wusste auch nicht genau, wie, aber es hatte etwas mit Scheiße zu tun.
Er ging ein paar Mal hin und her: Die Buchhändlerin irritierte ihn, vielleicht hatte sie ihn schon als Geht-selten-in-Buchläden-Typ klassifiziert. Ohne eine Logik in der Sortierung der Bücher zu erkennen und um seine Unsicherheit zu überspielen, zog Tim schließlich mit dem Zeigefinger ein buntes Bändchen hervor. Es enthielt Tarotdeutungen speziell für starke Frauen. Er schob es wieder zurück. Wozu mochten starke Frauen einen Blick in die Karten der Zukunft brauchen?
Er schüttelte den Kopf, denn er hatte doch eine ganz normale Buchhandlung betreten und keinen Frauenbuchladen. Ein Männerbuch würde er hier nicht finden. Es gab auch nirgendwo ein Regal mit der Aufschrift „Männerliteratur“. Daher kratzte er die Fragmente seines Selbstbewusstseins zusammen, unterbrach schließlich, sich entschuldigend, die fortgeschrittene Fingernagelinspektion der Verkäuferin und fragte nach dem Werk vom Creveld.
„Haben wir nicht!“ antwortete ihr Mund, ohne auch nur einen Moment zu zögern. „Du patriarchalisches Männerschwein willst nur meinen Körper benutzen!“ fauchten ihre Augen im gleichen Augenblick. Tim trat einen Schritt zurück. Sie setzte ihre dunkelrote Metallbrille zurecht und fuhr sich mit der Hand durchs kurz geschnittene Haar. Einem blauen Plastikschildchen an ihrem Pullover war zu entnehmen, dass hier Frau Rasmussen-Illermann bediente.
Warum eigentlich, überlegte Tim, arbeiten in so vielen Buchhandlungen richtig garstige Kampflesben? Waren die denn nicht anders unterzubringen? Es gab doch inzwischen überall gut bezahlte Jobs für Frauen, ob nun stark oder nicht, im öffentlichen Dienst und bei der Bundeswehr. Ganz einfach auf Frauenquote und ganz ohne Tarotkarten.
Erschrocken über die harsche Antwort zögerte Tim ein paar Sekunden, fragte aber doch nach, ob vielleicht eine Bestellung des Buchs möglich sei.
„Dieser Wälzer wird wohl vergriffen sein“, erwiderten ihre schmalen Lippen und „Du personifizierte, penetrationswütige, alltägliche Männergewalt!“ giftete ihr Blick. Dann schien gesunder Geschäftssinn über seit Jahrzehnten gefestigte Grundüberzeugungen zu siegen. Seufzend platschte sie auf ihren zerschlissenen Drehstuhl.
Computer schien es nicht zu geben, denn sie griff nach einem enorm dicken Buchkatalog, leckte am Mittelfinger und suchte ohne echtes Interesse in den hauchdünnen Seiten. Sie schob die Brille ein Stückchen nach unten, sah Tim über den Rand kurz an; zog die Mundwinkel tiefer, senkte den Blick; beschleckte erneut den Mittelfinger und blätterte mit dem Temperament einer Wanderdüne weiter. Frau Rasmussen-Illermann schien in Gedanken versunken und irgendetwas wie „Ich könnte glatt meinen Arsch verwetten“ vor sich hin zu murmeln, aber so einen riesigen Wettgewinn hätte Tim im Leben nicht gewollt.
„Wir sind eigentlich eine seriöse Buchhandlung“, sagte sie schließlich und bohrte sich mit dem Zeigefinger im Ohr, das offenbar stark juckte. Tim hätte sicher nicht einmal dann eine Chance bei ihr gehabt, wenn er zusätzlich ein Buch über weibliche emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz oder über Väter als Täter geordert hätte ...


Von: Wolfgang A. Gogolin
Verlag: Pauerstoff Verlag; Auflage: 2 (September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981011341
ISBN-13: 978-3981011340

4. Kapitel: Weiteres

Natürlich haben wir nicht den ganzen Nachmittag mit diesem einem Thema verbracht, da wir uns schon einige Zeit nicht mehr gesehen hatten, gab es sonstnoch so einiges zu bereden. Im ganzen Betrachtet, ein recht gemütlicher Nachmittag. Aber das geht Euch nichts an :-)))
Nur haben wir hier eben eine Mutter die sich berechtigter Weise Sogen um Ihr Kind macht, und davon gibt es mittlerweile viele, zu viele. Natürlich auch Väter.

Epilog:
Und nein, ich habe Ihn ihr nicht reingesteckt.