Samstag, 22. Mai 2010

Gewonnen und Verloren

Gewonnen hat der F.C Bayern München den DFB-Pokal. Und damit nach einer Großartigen Rückrunde mal wieder das Double im deutschen Fußball geholt. Die Fischköppe von der Weser wurden im Endspiel in Berlin Eindrucksvoll mit 4:0 nach Hause geschickt.


Verloren wurde leider das Finale der Champions League, gegen eine gewohnt unsportlich Agierenden Mannschaft von Inter Mailand. Damit wurde das Ziel, als erste deutsche Mannschaft das Tripel zu holen verpasst. Gegen die Spagettifresser im Fußball zu verlieren ist immer besonders Ärgerlich. Denken wir an das Spiel gegen Italien bei der WM 2006 hier in Deutschland, und deren unfairen Verhalten in Sachen Thorsten Frings.
Trotzdem bleibt, das es für den F.C Bayern eine erfolgreiche Saison gewesen ist, auf die man Aufbauen kann.

Der Rabe selber hat dieser Tage dafür einen ganz Persönlichen Gewinn zu verbuchen gehabt. Denn er hat im -Harald Lesch Fan Club- deren Mitglied er ist, an einem Gewinnspiel teilgenommen, und man lese und staune, was Gewonnen.
Nämlich jenes Buch von Harald Lesch und Jörn Müller - Kosmologie für helle Köpfe -.


Und da der Rabe ja ein helles Köpfchen -sprich Rabenschlau ist, passt das Buch wie die Faust aufs Auge. Besonders erfreulich ist dabei ist, das von den drei Büchern die es zu Gewinnen gab, ich schon zwei hatte und genau das eine das mir gefehlt hat, gewonnen habe.
Meine besondere Achtung dabei geht hier an den - Fan Club - Gründer RaykoM, der das Ganze in die Wege geleitet hat.
Dazu gab es dann auch den Mitglieder Ausweis.

Es ist in meinen Augen schon Bemerkenswert wieviel Mühe und Arbeit sich hier jemand macht, wo gibt es so was heutzutage noch. Alle Achtung und ein Dankeschön von dieser Stelle aus an den Initiator.

Verloren hat diesen Monat die PiratenPartei bei den Landtagswahlen in NRW. 1,5% ist gegenüber der Bundestagswahl durchaus eine Verschlechterung. Man kann natürlich darüber diskutieren was einer so jungen politischen Partei zu zutrauen gewesen wäre. Und natürlich ist die letzte Zeit nicht alles Glücklich für die Piraten gelaufen. Aber ich bin mir sicher, das die Partei weiter ihren Weg gehen wird, und dann werden sich auch die Erfolge einstellen.

Zum Abschluss noch mal ein Gewinn. Das Wetter an diesem langen Wochenende. Klasse, endlich Frühling. Und so Wünsche ich Euch meine lieben Kinder denn auch, das Ihr dieses Wochenende gut verbringen möget.

Samstag, 15. Mai 2010

Mittelalterliches in drei Akten.

Für den Rabe stand ja ein langes Wochenende vor der Türe, da er am Freitag Frei hatte. Und diese Zeit galt es trotz des schei... Wetters zu füllen.
Erster Akt:
Also an Freitag ab ins Neanderthal, wo gerade eine Sonderausstellung über Folter und Todesstrafe vom Mittelalter bis Heute stattfindet. Die Sache läuft begleitend zur Mittelalterausstellung Aufruhr 1225 in Herne, von der ich ja schon Berichtet habe.
(Nein, das ist kein SelbstPorträt)

Normalerweise würden wir so was immer mit einer Ausgedehnten Wanderung verbinden, und das Neanderthal bietet hier doch eine Menge an Wandermöglichkeiten an, doch bei dem bescheidenem Wetter fehlte dazu doch die Motivation.


Also rein ins Museum. Zwar ist selbiges relativ klein, und die Ausstellung findet nur in einem Teil der Räumlichkeitet statt, doch der Eintritt hat sich gelohnt. Die ganze Sache ist interessant und informativ aufgebaut und in Szene gesetzt worden, und bildet eine Klasse Ergänzung zur Ausstellung in Herne. Überhaupt ist das Museum und das Gelände drumherum erstklassig und immer einen Besuch Wert, nicht nur für Leute mit Interesse an Geschichte. Und von den Fotos nicht Abschrecken lassen, die Ausstellung taugt auch für Kinder.

Wer möchte kann auch die offizielle Neanderthaler-Ausstellung mitbesuchen, dafür gibt es extra ein Kombiticket. Die Preise für die Ausstellung sind Angemessen, nur das Begleitheft zur Sonderausstellung ist mit 14Euros etwas happig im Preis, aber hochinteressant und deshalb trotzdem kaufenswert.


Nach dem Besuch im Museum konnten wir es uns dann doch nicht verkneifen, eine Runde an der Luft zu drehen. Und wie man auf dem oberen Foto sieht, gibt es direkt um das Museum herum ein paar nette Anlaufpunkte.
Somit also ein mehr als gelungener Tag.
Zweiter Akt:
Samstag hieß es dann zu ersten mal in diesem Jahr für mich - Mittelaltermarkt. Und auf Burg Blankenstein fand ein solcher denn auch statt.
"Ritterfest für die ganze Familie auf der Burg Blankenstein. Essen und Trinken wie im Mittelalter, in der Gesellschaft von Musikanten, Gauklern und Marktleuten!"
Im letztem Jahr habe ich ja über den MittelalterMarkt in Bochum geschrieben, dieser wäre der kleinste der Welt. Stimmt nicht, der in Hattingen-Blankenstein ist noch viel viel kleiner.
Und das war das große Manko an diesem Tag, der Markt selber war so klein das sich die Anfahrt dorthin kaum gelohnt hat. Zumal auf dem eh schon kleinen Burghof noch Platz für eine Trauer- ähh.. Hochzeitsgesellschaft gebraucht wurde, weil irgend so ein armer Kerl in den heiligen Stand der Knechtschaft treten mußte.

Trotzdem war es ein netter Nachmittag, und für mich endlich der Auftakt zur diesjährigen MittelalterMarkt Saison. Das Programm war mit Spielmann, Gauklern und Ritterspiel üblich aber dennoch gelungene Kurzweyl.


Die alte Burganlage sowie die davor liegende Altstadt mit ihren Kirchen haben auch noch für einiges Entschädigt. Auch wenn man aus der ganzen Gegend mehr machen könnte.


Letztlich muss noch positiv festgehalten werden, das die kleine Anlage eine gewisse Gemütlichkeit mit sich brachte, und man ein paar nette Gespräche führen konnte, und der Nachmittag Stressfrei über die Bühne ging.
Wer zum MittelalterMarkt oder zum Museum noch weitere Fotos sehen möchte, die gibt es hier auf meiner MySpace Seite.

Dritter Akt:
Wuppertal Elberfeld hat ja dieses Jahr 400jähriges bestehen. Und pünktlich dazu wurden bei Bauarbeiten Reste einer Mittelalterlichen Mauer gefunden. Die Forscher glauben das diese mit der alten Elberfelder Burganlage in Zusammenhang stehen könnten.
Von der Burg Elberfeld gibt es bis heute keine Sichtbaren Spuren, und auch der genaue Standort ist nicht genau gesichert. Überhaupt ist der Wissensstand hierüber leider nur sehr begrenzt. Von den einstmal acht Burganlagen im heutigen Wuppertaler Stadtgebiet, sind leider nur noch vier, Hauptsachlich teilweise, Erhalten. Für die Stadt ist dieser Fund, besonders jetzt zu diesem Jubiläum, natürlich ein Glücksfall.
Und auch für mich, da ich mich per se für Heimatgeschichte, Mittelalter und dergleichen interessiere, ist das ein Grund zum Jubeln. Ich werde mich da weiter reinarbeiten und in denn nächsten Tagen davon Kunde geben.
Und bis dahin Euch alles wie Ihr mir.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Vatertag

GB Pics

GB Pics - Vatertag




Leider gibt es auch viel zu viele Väter, denen Ihr Recht auf Vater sein genommen wird. Für alle diese - die in unserer ach so toleranten Gesellschaft keine Lobby haben:
www.vafk.de

Sonntag, 9. Mai 2010

Meisterliches und Schreckliches

Meisterliches:
70 Punkte am 34.Spieltag. Der F.C Bayern München ist Deutscher Fußball Meister 2010. Herzlichen Glückwunsch.
Meisterlich wie der 22. Meister Titel eingefahren wurde. Und wie mit Louis van Gaal der erste Holländer den Titel holte.
„Mannschaft und Trainer haben einen fantastischen Job gemacht“, schwärmte Präsident Uli Hoeneß selig nach dem Gewinn der 22. Deutschen Meisterschaft für den Rekordchampion.
Es ist ein Titelgewinn, den unsereins im November nicht für möglich gehalten haben. Nach dem 12. Spieltag lagen Louis van Gaal und seine Mannschaft mit sechs Punkten Rückstand auf die Spitze nur auf Platz acht. Doch nach dem „Urknall“ beim Champions League-Spiel in Turin eroberten die Bayern Spieltag für Spieltag verlorenen Boden zurück, absolvierten mit unbändigem Willen und riesiger Leidenschaft auch die Hammerwochen in März und April in drei Wettbewerben erfolgreich und haben nun sogar die historische Chance auf drei Titel.
Die Meisterschale ist also zurück in München, dorthin wo sie hingehört. „Wir sind verdient Meister geworden und ich denke auch mit einem sehr attraktivem Spiel. Ich denke, dass die Bayern von 2010 in Erinnerung bleiben werden", sagte Van Gaal. In den nächsten zwei Wochen haben Van Gaal und die Seinen nun die Möglichkeit, sich selbst unsterblich zu machen.

Schreckliches:
Der heutige Wahlsonntag in NRW war ein Rabenschwarzer Tag für die Menschlichkeit. Ironie der Geschichte - das an dem Wochenende an dem man der Kapitulation der deutschen Wehrmacht im zweiten Weltkrieg erinnert, und damit dem Ende des Krieges und der Schreckensherrschaft der Nazis - in NRW postfaschos als Gewinner aus der Landtagswahl herausgehen. Besonders der starke Gewinnzuwachs der Grünen/Innen ist mehr als beängstigend. Und auch der wahrscheinliche Einzug der Stasi-Partei in den NRW Landtag ist beschämend.
Jetzt heißt es doppelt und dreifach wachsam sein.



Leider sind zu dem Zeitpunkt da ich dieses hier schreibe, noch nicht alle Stimmen ausgezählt, so das ich noch nicht genau weiß wie die Piraten abgeschnitten haben. Das selbstgesteckte und erhoffte Ziel die fünf Prozent Hürde zu Überspringen ist wohl nicht erreicht worden, was aber eigentlich abzusehen war.

Sonntag, 2. Mai 2010

Freud und Leid - Alt und Neu

Irgendwie ist bei mich dieser Tage der Wurm drin. Eigentlich hatte ich mich ja auf das Beltain-Festival auf Schloß Burg gefreut, aber ich kriege einfach denn Arsch nicht hoch. Die letzten Tage mache ich nichts anderes als mich zu Hause einzuschließen, Handy aus und Klingel abgestellt und ab ins Bett, mich verstecken. Und dabei denke ich dann manchmal an jenen Torwart Emke. Einfach-Schnell-Kurz-Schmerzlos. Alles Leiden einfach hinter sich lassen, der weiß schon warum er das gemacht hat.
Ich weiß auch nicht warum; Vielleicht ist es das schreckliche Erlebnis das sich heuer zum zweiten mal jährt und in meinem Kopf Achterbahn fährt. Vielleicht ist es einfach nur die Frühjahrsmüdigkeit die mich Träge werden lässt. Oder einfach das scheiß Wetter - der Wonne Monat fängt ja als Bibber Monat an - und das nach diesem langen und harten Winter. Vielleicht ist es auch ...... ; oder von allem etwas!
Jedenfalls konnte ich mich noch nicht einmal dazu Motivieren, Samstag Nachmittag zur Fußball Bundesliga mit Bekannten.

Freude hat mir dann doch der F.C Bayern München gemacht, der zu 99% neuer deutscher Fußball-Meister ist. Alles andere wäre auch falsch. Jedenfalls habe ich für alle Nachbarn und hier besonders für die Schalker, meine Bayern-Fahne aus dem Wohnzimmerfenster gehangen, damit auch alle Glücklich sind:-))
Leid hingegen macht mir der Wuppertaler SV, der nun definitiv in die vierte Liga absteigen muß. Wolllen wir mal hoffen, das der WSV wenigstens die RotWeißen Esener im Pokal wegballert. Siege gegen die RWE sind sowieso mit die schönsten. Und da der WSV in der vierten Liga wohl auch auf Essen trifft, gibt es wenigstens einen Grund mal wieder in Wuppertal ins Stadion zu gehen.

Freude machte mich auch dieser Rabe, den ich vom Gerüst aus in Ruhe bei der Futtersuche Fotografieren konnte.














Sogar ein kurzes Filmchen ist mir gelungen. Da vergießt man doch glatt das Arbeiten. Aber ein fleißig Kerlchen das ich nunmal sonst bin, kann ich mir das erlauben, wohl.
Das das Arbeiten noch mehr Freude machen kann, zeigen diese drei alten neuerwerbungen meinereiner:














Dieser kultige alte Kerzenständer zum Beispiel. Noch richtig Gusseisern mit entsprechenden Mittelalterliche- Angehauchten Verzierungen.
Oder dieser Degen der nur mal Poliert werden müsste.
Besonders fett ist aber der Morgenstern. Dumm das ich über die Weihnachtszeit mein Wohnzimmer renoviert habe, so scheue ich mich noch davor Nägel in meine Wand zu hämmern, um diesen aufzuhängen.
Für 22.- der Euros finde ich habe ich einen guten Kauf gemacht.

Dienstag, 20. April 2010

Smörrebröd

Da es langsam aber sicher auf den Wonnemonat Mai und damit auch auf Baltain zugeht, heute mal mit einem Blick in den Keltischen Kochtopf und schauen was man zum ersten Mai als Festtagsessen auf den Tisch zaubern kann.
Ritschert nennt man folgendes Gericht heuer in Austria. Ein Eintopf aus Bohnen, Gemüse, Fleisch und Rollgerste.
Schon vor rund 2500 Jahren wurde dieser im Alpenraum gegessen. Im Salzberkwerk der Kelten in Hallstatt wurde ein Tontiegel gefunden in dem noch Reste dieser Brotzeit zu finden waren. Die Archäologen glauben, das die Bergleute ihr Süppchen direkt unter Tage brutzelten, und konnten als Zutaten Saubohnen, Gerste und Hirse identifizieren. Aus Knochenfunden schließt man das auch das Fleisch von Schweinen in den Topf wanderte.
Nachfolgendes Rezept ist eine der heutigen Zeit angepasste Variante des Hallstätter Eintopfs, wie ihn eine ihren Mann liebende Keltenfrau an einen Spätsommertag zubereitet haben könnte.
(Liebe moderne Frauen - da könnt ihr euch ein Beispiel dran nehmen)
Zu dem ganzen passt ein guter Humpen Met oder eine Schlehensaft-Schorle.

Zutaten für ca. 3 Personen:
100 Gramm Perlgraupen
150 Gramm weiße Bohnen ( getrocknet)
300 Gramm durchwachsener Schweinebauchspeck in Würfeln
1 große Karotte in Würfeln
1/4 Knolle Sellerie in Würfeln
1 große Zwiebel, grob geschnitten
3 Stengel frischer Thymian
2 Stengel gehackte Petersilie
2 Teelöffel Schweineschmalz
Salz (Jodiert)

Wir machen Smörrebröd:
Die Bohnen 48 Std. vor der Zubereitung in Wasser einweichen, die Graupen 24 Std.
Bohnen und Graupen dann zusammen in reichlich Salzwasser aufkochen. Denn Schmalz dazugeben. Auf kleiner Flamme köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
Nach etwa 25 Min. Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Speck und den Thymian zugeben.
Weitere 30 - 40 Min. kochen, bis die Bohnen sowie Graupen weich sind. Bei Bedarf Wasser nachgeben. Vor dem Servieren die Thymianstengel entfernen und die Petersilie untermischen.

Wenn man den Speck nicht weich und gekocht mag, kann man die Würfel in der Pfanne kross rösten und erst vor dem Servieren hinzugeben.

Für weitere Fragen oder wenn man mehr Anregungen zum Kochen sucht, der wende sich bitte an den Herrn im folgenden Video:


Und somit Euch einen Guten Hunger.

Mittwoch, 14. April 2010

Mittelalterlich Phantasie Spectaculum 2010

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) das als das größte reisende Mittelalter Kultur Festival der Welt zählt, öffnet wieder seine Tore. Und so gastiert man zur eröffnung am 24. und 25. April 2010 im Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen-Feldmark. Täglich werden über 10 Stunden erlebte und Gelebte Geschichte mit einer Menge an Shows sowie Konzerte namhafter Musiker und Künstler präsentiert.

Das Programm liest sich wie ein "Who's Who" der Mittelalterzene. Saltatio Mortis, Schelmish, Vermaledeyt, Die Streuner, Duivelspack und viele mehr Bevölkern an diesem ersten Markt im Jahr die Stätte.

Der Veranstalter hat sich zu einem neuen Eintrittskonzept entschlossen, das es den Besuchern ermöglichen soll, kostengünstig das Festival zu genießen. Die Eintrittspreise geben sich dieses Jahr wie folgt:
Gäste bis Fünf Jahre haben freien Eintritt, von 6 bis 15 Jahre am Samstag sechs Euros und Sonntag frei. Ab 16 Jahre Samstag 15 Euro und Sonntag 13 Euro. Senioren ab 55 Jahre Samstag 15 Euro und Sonntag sieben Euro. Rentner ab 66 Jahren zahlen am Samstag 15 Euro und der Sonntag ist freier Eintritt.
Zudem soll es auch eine Fetival Karte für alle ab 16 Jahren geben zu einem Preis von 20 Euro für beide Tage.

Los geht es am Samstag den 24.April von 13 Uhr bis ca. 24 Uhr. Sonntag von 11 Uhr bis ca. 19.30 Uhr.
http://www.spectaculum.de/start.html

Die Wuppertaler Rundschau (von der ein Teil des Geschriebenen hier entliehen ist) verlost am Freitag den 16. April 5x2 Karten für das Mittelalter-Fetival.
Und zwar hier: www.wuppertaler-rundschau.de

Und so wünsche ich Euch viel Glück und viel Spass.

Sonntag, 11. April 2010

Klar machen zum Ändern

In vier Wochen haben wir hier in NRW Landtagswahlen. Auch für mich als Mitglied der PiratenPartei Zeit, in den Wahlkampf einzusteigen, und hier im Blog mal was über die Piraten zu bringen.
Die Piratenpartei Deutschland wurde am 10. September 2006 nach Vorbild der schwedischen „Piratpartiet“ gegründet und sieht sich alsPartei der Informationsgesellschaft. Mit knapp 12.000 Mitgliedern hat sie innerhalb von drei Jahren den Aufstieg zur siebtgrößtenPartei Deutschlands geschafft und bei der Bundestagswahl 2009 ein Wahlergebnis von 2 % erreicht. Kernthemen der Piraten sind unteranderem die Wahrung der Grundrechte und der Privatsphäre, eine transparente Verwaltung, Datenschutz, freier Zugang zu Bildung undInformation sowie eine Reform des Urheberrechts.

Und am 09. Mai 2010 treten die Piraten das erste Mal zu einer Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an. Die Kernthemen der Piraten beeinflussen nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Die Piratenpartei ist eine Mitmachpartei! Redet, diskutiert und streitet mit uns.
Klarmachen zum Ändern!
Hier das Pogramm der Piraten in NRW zum runterladen:


Samstag, 3. April 2010

Aufruhr

Der März brachte neben einigen Höhepunkten (Mein Geburtstag, Saltatio Mortis, Ostara) auch einiges an Aufruhr mit sich:

So z.B. auf der Arbeit, als mein Chef auf die Baustelle kam und ich Ihn fragte: "wann denn das bestellte Material kommt?" bekam ich als Antwort nur ein doofes Gesicht und die Aussage "Ich habe einen Termin"! Da weiß der Geselle dann Bescheid.
Auch in Aufruhr versetzt ist gerade ein Kollege, dem die Firma wegen zu viel Arbeit den Urlaub nächste Woche gestrichen hat. Wir haben Kurzarbeit in der Firma!
Noch zwei nette Anekdoten aus meiner Firma die Aufruhr erzeugen können.
Die Entschuldigung eines Kollegen/In für sein zu Spät kommen: "kann ich doch nichts dafür - wenn ich zu spät aus dem Haus gehe".
Auch nett der Ratschlag eines leider Ex-Kollegen an den Kunden was den Farbton für die Fassade angeht: "Ich würde den roten Ton nehmen, das ist besser für die Akkustick."

Aufruhr gibt es dieser Tage auch beim WSV. Da feuert man einen Trainer der auf Platz Eins steht und eine drittLiga Mannschaft bis ins Achtelfinale des DFB Pokals gebracht hat, und lässt einen Trainer werkeln, der seit Monaten auf den Abstiegsrängen steht. Nun gut, letzte Woche hat man Ihn dann doch entlassen. Verloren hat der WSV heute trotzdem und ist vorletzter der Tabelle. Dafür ist der F.C Bayern München wieder erster. Zwei mal die Schalker in 10 Tagen auf die Plätze verwiesen - so soll es sein.

Eine Aufruhr gab es auch im Mittelalter schon. Wie ein Mord im Jahr 1225 die ganze Ruhrregion veränderte – davon erzählt die Ausstellung AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen... in Herne. Und da sind wir Anfang März gewesen. Dank meiner Kurzarbeit war es uns möglich unter der Woche ins Museum zu fahren, so das selbiges recht leer war, und man sich die Ausstellung in Ruhe Anschauen konnte. Fast drei Stunden waren wir im Museum, und die Ausstellung ist Klasse. Und das für 6Euros. Besonders Interessant war natürlich das alles um die Ermordung des Erzbischofs Engelbert von Köln und Grafen von Berg Anno Domini 1225 aufgebaut ist. Hierraus leitet sich dann die Geschichte der Ruhrgebites und des Bergischen Landes ab.
Von eben diesem Schicksalsträchtigen Mord im Jahre 1225 bis hin zur letzten großen Ritterschlacht zeigt die Großausstellung das mittelalterliche Leben im Ruhrgebiet. Von der Geburt bis zur Grablege, von der Heiratpolitik bis zur Hinrichtung kann man das Mittelalter in spannenden Inszenierungen hautnah erleben.
Neben „Klassikern“ wie Waffen und Rüstungen, goldenen Reliqiuaren oder Kochgeschirr entdeckt man auch die kuriosen und unbekannten Seiten dieser Epoche. Was machten beispielsweise die Knochen des ermordeten Erzbischofes auf der Hochzeitstaffel des Königs? Warum galten Hände eines Gehenkten als Talisman? Waren die Schreibstuben deutscher Klöster auch Fälscherwerkstätten?
Auch das BegleitBuch zur Ausstellung, das es für 25Euros zu kaufen gibt ist sein Geld Wert. Neben den Ausstellungsstücken gibt es noch mal die Geschichte des Ruhrgebietes und des Bergischen, sowie eine nette Übersicht über die Burgen in der Region. Und das Dingen ist ein richtig nett dicker Wälzer.
Wer sich das Buch kauft (und das solltet Ihr) und es genau ließt, wird erstaunt feststellen, das das Verhältnis der Geschlechter doch etwas anders war als heuer dargestellt. Und das sorgt dann wieder für Aufruhr.
- http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Aufruhr/ -

In Aufruhr versetzt ist zur Zeit auch ein kleines Dorf in Sprockhövel - Herzkamp - genannt. Das ist das Dorf in dem Ich Aufgewachsen bin, und dort hat es vor kurzem einen Selbstmord gegeben. Wo jeder jeden kennt, und jeder über jeden alles weiß (selbst Dinge die man über sich selbst nicht weiß) scheppert so was schon gehörig. Der Selbstmörder Vater von zwei Kindern stammt aus einer alteingesessenen Familie. Und wieder mal natürlich ein Mann.
Diesen Monat jährt sich der Verlust meines Neffen zum zweiten mal. Wenn so etwas so zeitlich nah passiert, bringt das auch eine persönliche innere Aufruhr mit sich. Nur lernen daraus werden Sie trotzdem nicht.

Euch wünsche ich damit trotz des bescheidenen Wetters ein schönes Osterfest.