Sonntag, 11. März 2012

Populismus. Belehrung und Erziehung

Die nähe der Politik zu den Menschen ist irgendwie out. Wenn die Bürger nicht verstehen, warum Sie Milliarden für Griechenland opfern sollen, sind Sie eben uninformiert oder gar Nazis. Hegt ein Politiker Zweifel an den Zahlungen Richtung Griechenland gilt Er als Populist. Am besten gleich als Rechtspopulist, dann ist garantiert Ruhe.
Das große Experiment mit dem Geld der Arbeitenden Klasse hat die Züge eines Staatlich verordneten Erziehungprogramm. Wie so vieles in unserer sauberen EU.
Die Wissenden leiten die Unwissenden in ihr Glück.
Was soll ich tanken, wie schnell darf ich fahren, wo darf ich rauchen, was soll ich lesen, wie hat die moderne Familie zu sein. Ideologisch korrekt verordnet durch unsere Regierung.
Lasen die Autofahrer trotzdem die E10 scheiße links liegen oder kaufen trotzdem Sarrazins Buch, waren die Populisten am Werk, natürlich Rechtspopulisten.
Das der Sogenannte Biosprit die Natur zerstört und die Lebensmittelpreise nach oben treibt ist zwar die Wahrheit, wird aber nicht gerne gehört. Und das viele von den Statistiken Sarrazins stimmen, darf nicht sein, auch wenn es doch so ist.
Und die Bürger die da dann nicht mitmachen wollen, werden als ewige gestrige oder als verunsichert dargestellt. So als würden die Menschen nicht verstehen, das man es doch nur Gut mit Ihnen meint, und so erfolgt dann auch prompt staatliche Sozialpädagogik, damit die Bürger schön Brav in der Schiene laufen und zur Vernunft kommen.
Das dann ausgerechnet die Leute die sich am besten über den EU Stabilitätpakt informiert haben, genau gegen diesen sind, Populismus.
Die politisch Korrekten gefallen sich dann in der Rolle der allwissenden Oberlehrer. "Wir verstehen die Welt, Ihr habt ja und amen zu sagen."

Doch wir Bürger wollen Fakten und Sachlichkeit, kein Gutmenschentum und keine Moralpredigten. Und einen wirklichen Volksvertreter hat die große Menge der Bürger die eine eigene Meinung vertreten nicht. Diese sind es dann, die bei den Wahlen Gennervt nein Danke sagen. Nicht die Politikverdrossenheit der Menschen ist hier das Problem, sondern die Tatsache, das Ihnen niemand zuhört.

Text teilweise von Michael Miersch, Focus.

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