Mittwoch, 15. September 2010

Netzfund 1

Ich habe mir vorgenommen, in meinem Blog in unregelmäßigen Abständen interessantes das ich im Internet finde, zu posten. Das wird meine neue Sparte Netzfund. Und mein erster mitteilungswerter Fund kommt von www.ef-magazin.de.

Feminismus: Wo bleibt die Jungenförderung?
von Alexander Ulfig
Wenn eine Ideologie nicht mal vor Kindern Halt macht:
Jungen sind die Bildungsverlierer. Sie bekommen schlechtere Noten als Mädchen, besuchen öfter die Sonder- und die Hauptschule, bleiben öfter sitzen und brechen häufiger die Schule ab. Nur 43 Prozent der Abiturienten sind Jungen. Junge Männer gehen seltener auf die Universität und werden häufiger arbeitslos.
Während es eine flächendeckende, staatlich finanzierte Mädchenförderung mit Tausenden von Initiativen, Projekten und Organisationen gibt, werden Jungen vernachlässigt. Es gibt einen mit 200 Millionen Euro subventionierten Girls Day, an dem Mädchen technische Berufe kennenlernen können, aber keinen Boys Day, Notrufe für Mädchen, aber keine Notrufe für Jungen, obwohl sich Jungen in der Pubertät zwölf mal öfters umbringen als Mädchen; Mädchenhäuser, aber keine Jungenhäuser, obwohl auch viele Jungen es zuhause nicht aushalten können, Mädchenkulturzentren, aber keine Jungenkulturzentren usw.
Familienministerin Kristina Schröder hat zwar die Misere der Jungen erkannt, aber kein Konzept für eine flächendeckende Jungenförderung entwickelt. Da es offensichtlich kaum staatliche Mittel für die Jungenförderung gibt, konzentrieren sich ihre Vorstellungen auf folgenden Vorschlag: „Aber die Frage ist nicht nur, was der Staat anbieten kann, sondern wie sich die Bürger selbst einbringen wollen. Deshalb möchte ich das freiwillige Engagement stärken. Da gibt es Potenziale – etwa den Handwerker im Ruhestand, der einmal die Woche an eine Grundschule geht und dort mit den Kindern Vogelhäuschen baut. Das ist ganz praktisch, mit wenig Aufwand verbunden – und kann eine ungeheime Wirkung auf die Jungs haben“ (in einem Interview mit der Zeitschrift „Men’s Health“).
Es gibt sehr wenig Projekte, die sich der Belange von Jungen annehmen. Zu ihnen zählen das „Bremer Jungenbüro“, das Jungen als Opfern von Gewalt hilft, und das Projekt „Majuze“ in Rosenheim, das jungenspezifische Kurse anbietet. Die Organisation „MANNdat“, die sich für die Rechte von Männern einsetzt, beschäftigt sich auch mit jungenspezifischen Problemen. „MANNdat“ informiert über Jungen als Opfer von Gewalt, unter anderem über das in der Öffentlichkeit kaum diskutierte Problem der Genitalverstümmelung bei Jungen. Da Jungen besonders stark unter Lese- und Rechtschreibschwäche leiden, hat „MANNdat“ eine Jungenleseliste zusammengestellt.
Eine wichtige Initiative stellt die Internetseite „Webjungs“ dar. Sie informiert über Benachteiligungen von Jungen und über Jungenförderung. Neben dem „Forum für Jungs und junge Männer“ bietet „Webjungs“ ein Elternforum, eine Online-Beratung, eine Chat-Beratung und eine Telefonberatung an. Die Seite wird von Pädagogen und Therapeuten ehrenamtlich betrieben. Die Artikel sind sehr sachlich und kompetent geschrieben. Die Seite ist parteilich, ohne parteiisch zu sein.
Alle Kinder und Jugendliche sollten unabhängig von ihrem Geschlecht gefördert werden. Doch solange ein Geschlecht einseitig gefördert wird, sollte man sich vermehrt den Problemen und Sorgen des anderen Geschlechts zuwenden.
29. August 2010

Kommentare:

  1. Danke für den Netzfund. Ich weiß nicht, je länger man hier unterwegs ist in diesem wundervollen Staate, desto mehr fragt man sich ob sie es einfach nicht verstehen oder sie aufgrund mangelnden PR-Effekts nicht das notwendige tun.

    Ein kleiner Hinweis rein rechtlicher Natur (weil ich damit schon mal in Berührung gekommen bin) - solche Reblogging-Komplettzitate können ohne vorherige Absprache einen Rattenschwanz an Urhebergesülze seitens Verfasserredaktion nach sich ziehen, ich hoffe mal Du bist was das angeht abgesichert/vorbereitet oder der Text steht unter CC-Lizenz, nicht daß Dir da noch jemand ärger macht deswegen, wär blöd, aber dank Abmahngeschäftsmodellen heutzutage nicht selten. Die Googlen meist nach Autorennamen und dann kommt unerfreuliche Post. :/

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  2. Danke für deinen Hinweis. Aber ef. gilt da als sehr Tollerant.
    Mal abgesehen davon, das ich als Pirat mit Urhebergedöns und so ... :-).

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  3. Ich denke, dass die Diskriminierung der Männer immer weiter voranschreitet, damit Frauen weiter kommen können. Diese Diskriminierung wird nicht beklagt, da die Männer als Strafe für die Frauendiskriminierung vergangener Jahrhunderte Busse tun müssen.

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  4. immer wieder können wir Männer hören, wie sehr doch die Frauen angeblich diskriminiert werden. Wir Männer sollen uns mal nicht so haben heißt es dann, jedoch:

    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Mann den Zwangsdienst Bundeswehr und Ersatzdienst machen muss, die Frau jedoch nicht?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Vater 5000 Euro Strafe zahlen muss, wenn ich wissen will, ob das Kind von mir ist?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn mir das Vatersein verwehrt wird, weil die Kindsverschleppung durch die Frau staatlicherseits sanktioniert wird?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 2/3 aller Scheidungen von Frauen ausgehen und sich dies unter staatlicher Mithilfe von Männern finanzieren lassen können?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn sich Frauen ohne eigene Leistung sich meine Rentenansprüche aneignen können?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn jährlich rund 6 Mrd. Euro Unterhaltstransfer wegen Abzock-Scheidung von Männern zu Frauen stattfinden?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn 94% aller tödlichen Arbeitsunfälle Männer treffen, weil Frauen lieber ungefährliche Berufe wie Sekretärin, Frauenbeauftragte, Sozialberufe und Berufsbetroffenheitspolitikerin wählen? Gleichberechtigung? Auch gleiche Pflichten!
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn jährlich rund 200 Mrd. Euro Transferleistungen von Männern zu Frauen stattfinden (Renten, Krankenkassen, Wehrdienst, Ersatzdienst, Pflegeversicherung, Steuern etc.?
    - Wie soll ich mich nicht diskriminiert fühlen, wenn ich als Mann mit einer um 10% geringeren Lebenserwartung bestraft werde?

    PS:
    Es gibt keine supernetten Feministinnen, nur Agentinnen zum femininen Vorteil:
    Die Rechte werden den Frauen zugeschlagen, die Pflichten den Männern, das ist die von Feministinnen herbeigeführte Geschlechter"gerechtigkeit".

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  5. Die Opferrolle erlaubt halt leider keine Ausnahme

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