Sonntag, 9. Oktober 2011

Vater Rhein

Da ja nun der Sommer dieses Jahr mehr Herbst war, und der Anfang des Herbstes dann doch Sommerlich, ward von mir getan, das ich das lange Wochenende mit dem Tag der deutschen Teileinheit nochmal genutzt habe meine Trekking Sachen hervorzuholen. Also Rucksack gepackt, rein in den Zug und ab Richtung Vater Rhein.
Dieses mal habe ich mich nicht groß vorbereitet, sondern bin einfach los. Auf gut Glück habe ich dann in Linz am Rhein den Zug verlassen, und stand gegen 14.30 Uhr in der Burg Linz.


Römische Glashütte der Burg Linz

 Einem Mittelalter - Fan wie mir schlägt da direkt das Herz höher. Von der Burg ging es dann durch die Altstadt von Linz.

Altstadt Linz am Rhein.
 Normaler Weise brauchte man schon fast einen ganzen Tag nur um Linz zu erforschen. Da aber Marschiren angesagt war, blieb es bei ein paar schlenker durch die Stadt, bevor es dann ein Stück über den Rheinsteig in Richtung Burg Ockenfels.



Burg Ockenfels


 Den Aufstieg zur Burg habe ich mir dann nicht angetan, ich bin dieses Jahr sportlich etwas Faul gewesen und wollte es nicht Übertreiben.
Noch ein Stück den Rheinstieg folgend, ging es dann runter zum Rhein und hier dann zur Brücke von Remagen, die im zweiten Weltkrieg eine gewisse Berühmtheit erlangt hat.



Brücke von Remagen

 Unterhalb der Erpeler Ley dann in die nächste Traumhaft schöne Altstadt rein nach Erpel.





Fachwerkhaus in Erpel

 Ich liebe diese Urigen alten Gassen, hier könnte ich denn ganzen Tag Rumschlendern.

Altstadt Erpel
 Von Erpel dann wieder den Rhein entlang nach Unkel. Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, den Wandertag hier zu beenden. So wollte ich mir hier in Ruhe auch diese Altstadt anschauen, ein bissel Einkaufen um dann am Rheinufer mein Zelt aufzuschlagen und den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.



Alter Gefängnissturm Unkel
 Was mich geritten hat, den Plan fallen zu lassen und und unbedingt noch bis Bad Honnef kommen zu wollen weiß ich auch nicht, jedenfalls war das ein Fehler.
Am Anfang war die Strecke noch super.

Blick auf das Siebengebirge mit dem Drachenfels


 Jedenfalls habe ich die Länge der Strecke unterschätzt. Und das es um sieben Uhr schon mächtig Dunkel war. Die letzten ca. zwei km waren dann nur noch ein Wettlauf gegen die Uhr, zumal ich noch ein gutes Stück in die Stadt von Bad Honnef rein musste (und wieder zurück) um noch ein bissel einzukaufen. So kam es, das ich mir im Dunkeln am Rheinufer einen Zeltplatz suchen musste und auch im Dunkeln mein Zelt aufbauen musste. Damit ist mir zweimal hintereinander der selbe Fehler passiert.
(Wir waren letztes Jahr schon an dieser Stelle Zelten, damals sind wir von Richtung Königswinter gekommen)
Naja man hat ja Übung und eine Gute Ausrüstung so das ich doch einen ganz passablen Zeltplatz gefunden habe. Und auch das Aufstellen des Zeltes und einrichten des Lagers hat recht gut geklappt.

Morgens im Camp nach dem Frühstück.
 Ich bin im nachhinein immer wieder erstaunt mit wievielen Menschen man an nur so einem Tag ins Gespräch kommt. Ich weiss nicht warum, aber die Leute Quatschen mit einem und Fragen einem Löcher im Bauch, einfach Toll. Ob das am großen Rucksack liegt, an der Ausstrahlung die davon Ausgeht, ich weiss es nicht. Aber ich finde es Klasse.




Sonnenaufgang am Rhein. Blick von meinem Lager.

Hacken an der Sache dann, das ich durch das Übertreiben mit dem Marsch nach Bad Honnef mir eine Entzündung in der linken Ferse Zugezogen habe, so das ich nur noch den nächsten Vormittag am Rheinufer genießen konnte und die Tour dann beenden musste. Die Kiste hat mir für die letzte Woche einen Krankenschein eingebracht und die Ärztliche Erkenntnis, das ich den Fuss falsch belaste was eine Orthopädie Behandlungen zur Folge haben wird. Hat den Vorteil, da ich schon immer Probleme mit dem linken Bein hatte, was Sache ist und kann jetzt entsprechend handeln.
(Die Orthopädie befasst sich mit der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Form- oder Funktionsfehler des Stütz- und Bewegungsapparates, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen, sowie mit der Rehabilitation des Patienten.)
Jedenfalls war es unterm Strich absolut oberaffengeilgroßartig. Die nächste Tour zum Vater Rhein steht für mich jedenfalls schon fest.

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